ESA setzt auf OKAPI:Orbits für präzisere Vorhersagen von Weltraumschrott
Finn WagnerESA setzt auf OKAPI:Orbits für präzisere Vorhersagen von Weltraumschrott
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat das Unternehmen OKAPI:Orbits damit beauftragt, die nächste Version ihres Space Objects Population Model – bekannt als MASTER – zu entwickeln. Mit diesem hochmodernen Werkzeug soll Weltraumschrott präziser erfasst und vorhergesagt werden. Ziel des Projekts ist es, künftige Weltraummissionen durch verbesserte Risikobewertungen im Orbit sicherer und nachhaltiger zu gestalten.
OKAPI:Orbits, ein Spin-off der Technischen Universität Braunschweig (TU Braunschweig), leitet die Weiterentwicklung des Modells. Das Unternehmen arbeitet eng mit dem Institut für Raumfahrtsysteme der Universität zusammen, das über jahrzehntelange Erfahrung in der Erforschung von Weltraummüll verfügt. Durch die gebündelte Expertise soll das Modell an die wachsende Komplexität des modernen Weltraumverkehrs angepasst werden.
Das aktualisierte MASTER-Modell wird eine größere Bandbreite an Schrottgrößen und -formen berücksichtigen, um den Wandel in den verwendeten Raumfahrtmaterialien abzubilden. Zudem fließen sowohl aktuelle als auch historische Daten ein, um die Missionsplanung zu optimieren. Ein zentrales Merkmal ist die Fähigkeit, die Kollisionswahrscheinlichkeit mit Objekten größer als ein Zentimeter über die gesamte Lebensdauer eines Raumfahrzeugs auf unter 1 zu 1.000 zu begrenzen.
Die Aufrüstung unterstützt die ESA-Initiative "Zero Debris", die bis 2030 eine Netto-Zunahme von Weltraummüll durch ihre Missionen verhindern soll. Gleichzeitig wird die Rechenleistung des Modells gesteigert, sodass größere Datensätze effizienter verarbeitet werden können. OKAPI:Orbits plant, im Rahmen dieses Vorhabens seine Lösungen für institutionelle und kommerzielle Nutzer weltweit auszubauen.
Das verbesserte MASTER-Modell ermöglicht eine präzisere Verfolgung von Weltraumschrott und eine genauere Risikobewertung für Weltraumoperationen. Die Fortschritte stehen im Einklang mit dem langfristigen Ziel der ESA, die Vermüllung des Orbits zu reduzieren und sicherere Missionen zu gewährleisten. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in der Modernisierung des Managements von Weltraumschrott für die zukünftige Erforschung des Alls.






