Ex-Torhüter Georg Koch stirbt mit 54 nach Krebs-Kampf – ein Fußballleben zwischen Triumph und Tragik
Noah JägerFormer Bundesliga Torwart wird 54 - Ex-Torhüter Georg Koch stirbt mit 54 nach Krebs-Kampf – ein Fußballleben zwischen Triumph und Tragik
Der ehemalige Profi-Torhüter Georg Koch ist im Alter von 54 Jahren verstorben. Sein Tod folgt einem langen Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs, über den er sich erst vor wenigen Monaten öffentlich geäußert hatte. Koch, der in Deutschlands beiden höchsten Ligen sowie im Ausland spielte, hinterlässt eine Karriere, die sich über mehr als zwei Jahrzehnte erstreckte.
In Deutschland geboren, begann Koch seine Laufbahn in den 1990er-Jahren und stand für Vereine wie Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld und den 1. FC Kaiserslautern im Tor. 1995 trug er maßgeblich dazu bei, dass Fortuna Düsseldorf in die Bundesliga aufstieg; später gelang ihm mit dem MSV Duisburg zweimal der Aufstieg in die zweite Liga. In seiner deutschen Karriere spielte er zudem für Energie Cottbus und weitere Zweitligisten.
Im Ausland war Koch für PSV Eindhoven in den Niederlanden, Rapid Wien in Österreich und Dinamo Zagreb in Kroatien aktiv. 2008 gewann er mit Dinamo die kroatische Meisterschaft – ein weiterer Höhepunkt seiner sportlichen Erfolge. Insgesamt bestritt er 213 Spiele in der höchsten Spielklasse sowie 165 Partien in der zweiten Liga.
Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn wechselte Koch ins Trainerfach. Von Juli 2021 bis Mai 2023 arbeitete er als Torwarttrainer und Teammanager bei Viktoria Köln. Im April 2023 erhielt er die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs; die Ärzte gaben ihm damals nur noch sechs Monate. Trotz dieser Prognose lebte er über ein Jahr weiter und sprach offen über seinen Kampf gegen die Krankheit. Im Mai 2024 äußerte er sich unumwunden zu seinem Zustand: "Es ist unheilbar – ich werde sterben", zeigte sich aber zugleich tief berührt von der Welle der Solidarität aus der Fanszene und der Fußballwelt.
Koch starb am Mittwoch und hinterlässt ein Erbe im deutschen und europäischen Fußball.
Sein Tod markiert das Ende einer Karriere, die von Meistertiteln, Aufstiegen und Trainertätigkeiten geprägt war. Seine Offenheit im Umgang mit der Krankheit und die Resonanz darauf unterstrichen seinen Einfluss weit über das Spielfeld hinaus. In Erinnerung bleibt ein Profi, dessen Weg durch mehrere Länder und Vereine führte.






