EZB erhöht grünen Anleihen-Anteil auf 33 Prozent und senkt CO₂-Emissionen
Leni SchulzEZB erhöht grünen Anleihen-Anteil auf 33 Prozent und senkt CO₂-Emissionen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren vierten Bericht zu klimabezogenen Finanzoffenlegungen veröffentlicht. Die Unterlagen dokumentieren Fortschritte in ihren Portfolios, darunter Wertpapierbestände für die Geldpolitik, Währungsreserven und nicht-geldpolitische Investitionen. Zudem werden neue Kennzahlen und ein erweiterter Umweltbericht vorgestellt.
Im Jahr 2025 stieg der Anteil grüner Anleihen im Eigenmittelportfolio der EZB auf 33 Prozent – damit flossen 7,6 Milliarden Euro in die grüne Transformation. Die Bank strebt an, diesen Anteil bis 2026 auf 35 Prozent zu erhöhen.
Die CO₂-Emissionen der geldpolitischen Portfolios des Eurosystems sowie der Währungsreserven der EZB sanken in absoluten Zahlen. Das Eurosystem bleibt zudem auf Kurs, um seine Zwischenziele zur Reduzierung der Emissionen bei Unternehmensanleihen, die für geldpolitische Zwecke gehalten werden, zu erreichen.
2025 führte die EZB neue Offenlegungen ein: Erstmals veröffentlichte sie inflationsbereinigte Emissionskennzahlen, um preisbedingte Verbesserungen abzubilden. Zudem legte sie relative Kennzahlen zu Scope-3-Emissionen bei nicht-staatlichen Beständen offen.
Über den Klimabereich hinaus erweiterte die EZB ihre Berichterstattung. Nun werden auch Portfolio-Risiken in Sektoren mit erheblichen Abhängigkeiten oder Auswirkungen auf die Natur einbezogen. Darüber hinaus verringerte sich der CO₂-Fußabdruck der Unternehmenswerte im Pensionsfonds der EZB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter im vergangenen Jahr erneut.
Die aktuellen Offenlegungen umfassen CO₂-Bilanzen und Klimarisiken in allen großen Portfolios. Sie zeigen kontinuierliche Emissionsreduktionen und eine gestiegene Transparenz in der Berichterstattung. Die Investitionen der EZB in grüne Anleihen und ihr erweiterter Umweltfokus spiegeln ihren sich wandelnden Ansatz in Sachen Nachhaltigkeit wider.






