Fahrpreise im MDV-Netz steigen ab August 2026 – diese Änderungen kommen auf Pendler zu
Philipp HartmannFahrpreise im MDV-Netz steigen ab August 2026 – diese Änderungen kommen auf Pendler zu
Fahrpreise im Öffentlichen Nahverkehr in Teilen Mitteldeutschlands steigen ab 1. August 2026
In Teilen Mitteldeutschlands werden die Fahrpreise im Öffentlichen Nahverkehr ab dem 1. August 2026 angehoben. Betroffen sind Fahrgäste in Halle (Saale), Leipzig und den umliegenden Landkreisen im Netz des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds (MDV). Im Rahmen der Tarifanpassung entfallen zudem einige Ticketarten oder werden verändert.
Der MDV, der ein Gebiet von 11.300 Quadratkilometern abdeckt und 2001 gegründet wurde, führt in bestimmten Landkreisen eine durchschnittliche Preiserhöhung von 5,56 Prozent ein. In Leipzig steigen die Tarife um 5,0 Prozent, in Halle um 3,2 Prozent. Ein Einzelticket kostet dort künftig 3,50 Euro, der Kurzstreckenpreis erhöht sich auf 2,50 Euro.
Einige Ticketangebote werden abgeschafft: Das 24-Stunden-Gruppenticket und das 24-Stunden-Kinderticket fallen weg. Auch das 4-Fahrten-Ticket in ländlichen Regionen und das 9-Uhr-Monatsabo in Halle werden eingestellt. Neu eingeführt wird jedoch das 24-Stunden-Ticket Plus für Halle, das es ermöglicht, dass bis zu drei Kinder pro Erwachsenenticket kostenlos mitfahren.
Teurer werden die Monatskarten für Auszubildende und Schüler: Das Azubi-Abo steigt auf 53,10 Euro, die Schulkarte kostet künftig 30,70 Euro. Zudem führt Halle im Rahmen des Luftlinien-Tarifs einen vergünstigten Tages-Bestpreis für ABO-Flex-Kunden ein.
Die Anpassungen markieren die erste größere Tarifreform im MDV-Netz seit mehreren Jahren. Die Änderungen treten am 1. August 2026 in Kraft und bringen für viele Fahrgäste höhere Kosten mit sich. Zwar entfallen einige Ticketoptionen, doch neue Angebote wie das 24-Stunden-Ticket Plus sollen Familien mehr Flexibilität bieten. Die Preiserhöhungen spiegeln die umfassenden Anpassungen im Verkehrsangebot des MDV wider.






