26 April 2026, 22:08

FICG 2024: Iberfest startet und iberoamerikanische Filme triumphieren in Guadalajara

Plakatankündigung für ein Festival in San Miguel de Allende, Mexiko, mit Text und Bildern.

FICG 2024: Iberfest startet und iberoamerikanische Filme triumphieren in Guadalajara

Das 41. Filmfestival von Guadalajara (FICG) endet mit prominenten Preisträgern und neuen Initiativen

Das 41. Festival Internacional de Cine en Guadalajara (FICG) ist mit einer Reihe hochkarätiger Auszeichnungen und innovativer Projekte zu Ende gegangen. Zu den Höhepunkten zählte die Gründung von Iberfest, einem Bündnis von elf iberoamerikanischen Festivals, das die Zusammenarbeit in der Region stärken soll. Daneben standen vor allem Koproduktionen und herausragende schauspielerische Leistungen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Das Festival startete mit einem klaren Fokus auf Kooperation: Elf iberoamerikanische Filmfestivals präsentierten Iberfest, eine neue Plattform, die den Austausch und die Partnerschaften innerhalb der Branche fördern soll. Die Initiative wurde im Rahmen des FICG vorgestellt und setzte damit ein Zeichen für eine engere regionale Zusammenarbeit.

Bei den Auszeichnungen dominierte Juan Pablo Sallatos Roter Hangar (Red Hangar) den Iberoamerikanischen Wettbewerb und gewann in jeder Kategorie. Der Hauptdarsteller Nicolás Zárate teilte sich den Preis für die Beste Darstellung mit María Magdalena Sanizo, die für ihre Rolle in Die Tochter des Kondors (The Condor Daughter) geehrt wurde. Auch das Genre-Drama Der Flüsterer (The Whisperer) sicherte sich beim 22. Koproduktionstreffen zwei bedeutende Preise.

Weitere bemerkenswerte Preisträger waren die kolumbianisch-französische Koproduktion Name und Nachname (Name and Surname), die mit dem höchsten Festivalpreis – einem mit 350.000 US-Dollar dotierten Förderpreis von BDC Prods – ausgezeichnet wurde. Der argentinisch-spanische Film Armer Daniel (Poor Daniel) folgte mit fünf Auszeichnungen im Rahmen von Guadalajara Construye. Liebe Fátima (Querida Fátima) gewann in der Sektion Premio Mezcal die Preise für Bester Film, Beste Regie und den Publikumspreis.

Besondere Ehrungen rundeten das Programm ab: Darren Aronofsky erhielt eine Internationale Hommage, während Elena Vilardell für ihr Engagement bei der Förderung der Zusammenarbeit im iberoamerikanischen Kino gewürdigt wurde. Zudem präsentierte die chilenische Regisseurin Maite Alberdi ihren neuen Dokumentarfilm Ein eigenes Kind (A Child of My Own) als Teil des Festivalprogramms.

Das Filmfestival von Guadalajara unterstrich einmal mehr die Stärke des iberoamerikanischen Kinos. Initiativen wie Iberfest versprechen, die branchenübergreifende Vernetzung zu vertiefen, während preisgekrönte Filme und Darstellungen das kreative Potenzial der Region hervorheben. Die Veranstaltung festigte ihre Rolle als zentrale Plattform für Koproduktionen und aufstrebende Filmschaffende.

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