FIFA-Friedenspreis an Trump sorgt für Streit – und Kritik an der WM 2026
Leni SchulzFIFA-Friedenspreis an Trump sorgt für Streit – und Kritik an der WM 2026
FIFA-Präsident Gianni Infantino überreichte im Dezember 2025 den erstmals vergebenen FIFA-Friedenspreis an den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Die Verleihung fand im Rahmen der Auslosung der WM-Gruppen 2026 im Kennedy Center in Washington, D.C., statt. Die Entscheidung sorgte sowohl für Aufmerksamkeit als auch für Kritik aus den Reihen des Fußballs.
Die Zeremonie markierte die Einführung des neuen FIFA-Preises für Frieden. Infantino verwies dabei auf die WM-Auslosung 2022, bei der Trump bereits eine ähnliche Ehrung erhalten hatte. Diesmal wurde die Auszeichnung nun offiziell unter dem neu geschaffenen Preis verliehen.
Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Dieter Hecking, ehemaliger Bundesliga-Trainer, hinterfragte den Schritt. Er argumentierte, der Sport werde zunehmend von Politikern für deren Eigeninteressen instrumentalisiert. Hecking äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der erweiterten WM 2026, die von 32 auf 48 Mannschaften wächst. Die ohnehin schon überlasteten Spielpläne der Top-Athleten nannte er als zentrales Problem. Doch Heckings Kritik ging über organisatorische Fragen hinaus: Er zeigte sich verärgert über die wachsende Vermischung von Sport und Politik, die sich seiner Meinung nach gegenseitig für Einfluss und Öffentlichkeitswirkung ausnutzten.
Der FIFA-Friedenspreis wurde 2025 erstmals offiziell vergeben. Die Entscheidung unterstreicht die anhaltenden Debatten über das Verhältnis zwischen Sport und politischer Macht. Gleichzeitig bleiben die Sorgen über die Belastung der Spieler und die Ausweitung des Turniers weiterhin ungelöst.