Flächendeckende Streiks legen Niedersachsen ab Montag lahm
Niedersachsens Öffentlicher Dienst bereitet sich auf flächendeckende Streiks vor
In der nächsten Woche wird es in Niedersachsen zu umfangreichen Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Sektor kommen. Die von der Gewerkschaft ver.di organisierten Streiks werden vom 2. bis 6. Februar zentrale Dienstleistungen lahmlegen. Betroffen sind unter anderem Krankenhäuser, Universitäten sowie Winterdienste im Straßenbau.
Die Streikwelle beginnt am 2. Februar: Beschäftigte der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) legen ihre Arbeit bis zum 4. Februar nieder. Am Universitätsklinikum Göttingen (UMG) folgt der Ausstand vom 4. bis 6. Februar. Gleichzeitig ruht in Hannover, Hameln und Hildesheim der Winterdienst auf den Straßen.
Für den 3. Februar ist um 10:30 Uhr eine zentrale Kundgebung vor dem Finanzministerium in Hannover geplant. Im Anschluss ziehen die Demonstranten zum Goseriede-Platz weiter. Die Aktion fällt zusammen mit der ersten bundesweiten Tarifrunde in der Chemieindustrie, an der IGBCE-Chef Oliver Heinrich und der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) beteiligt sind.
Vom 3. bis 5. Februar beteiligen sich zudem Mitarbeiter von IT.Niedersachsen am Streik. Dadurch wird der Vor-Ort-Support eingeschränkt, und Störungsmeldungen werden nur noch in Notfällen bearbeitet. Weitere betroffene Einrichtungen sind die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover, das Landesamt für Statistik sowie mehrere Umweltbehörden.
Die Arbeitskämpfe werden das Gesundheitswesen, den Bildungsbereich und die öffentliche Infrastruktur in der Region spürbar beeinträchtigen. Da mehrere Sektoren betroffen sind, müssen Bürgerinnen und Bürger bis mindestens zum 6. Februar mit Einschränkungen rechnen. Ob die Streiks über nächste Woche hinaus andauern, hängt von den weiteren Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ab.