12 March 2026, 20:12

Fusionsgespräche zwischen Soltau und Fallingbostel: Entscheidung erst nach 2026 möglich

Eine alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und der Aufschrift "Deutsche Bank und Disconto-Gefellichaft Berlin".

Fusionsgespräche zwischen Soltau und Fallingbostel: Entscheidung erst nach 2026 möglich

Die Gespräche über eine mögliche Fusion zwischen der Kreissparkasse Soltau und der Kreissparkasse Fallingbostel laufen weiterhin. Beim jüngsten Treffen am 19. Februar kamen Schlüsselvertreter beider Institute zusammen. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus und wird vor den Kommunalwahlen im Herbst nicht erwartet.

An dem Treffen am 19. Februar nahmen die Vorstandsmitglieder, Aufsichtsratsgremien und die Vorsitzenden der Personalräte der Kreissparkasse Soltau teil, Gastgeber war Landrat Jens Grote. Externe Berater gaben allgemeine Einblicke in Sparkassenfusionen, gingen jedoch nicht spezifisch auf die Region Heidekreis ein. Bisher haben sich weder die Aufsichtsräte der Kreissparkasse Soltau noch die der Kreissparkasse Fallingbostel inhaltlich zu den Gesprächen geäußert.

Die Kreissparkasse Walsrode zeigt sich indes offener für eine engere Zusammenarbeit als die Kreissparkasse Soltau. Letztere bleibt aufgrund ihrer soliden finanziellen Lage und der laufenden Pläne für einen Neubau der Hauptverwaltung zurückhaltend. Beide Banken agieren als öffentlich-rechtliche Kreditinstitute in kommunaler Trägerschaft, weshalb eine Fusion der Zustimmung mehrerer Gremien bedürfte.

Ein weiteres Treffen ist für die erste Jahreshälfte angesetzt, um den Austausch zu vertiefen. Selbst bei Fortschritten in den Gesprächen wäre ein realistischer Zeitrahmen für eine Entscheidung frühestens ab 2027 oder 2028 denkbar. Diese vorsichtige Herangehensweise spiegelt einen branchenweiten Trend wider: Durch Fusionen hat sich die Zahl der Sparkassen in Deutschland deutlich verringert. Vor 1990 gab es noch etwa 370 bis 400 Kreissparkassen, heute sind es nur noch rund 338 – bedingt durch Effizienzdruck, regulatorische Änderungen und die Konsolidierung nach der Wiedervereinigung.

Die mögliche Fusion befindet sich noch in einem frühen Stadium, und es liegen bisher keine offiziellen Stellungnahmen der Aufsichtsräte vor. Ein weiteres Treffen soll noch in diesem Jahr stattfinden, um den Stand der Dinge zu bewerten. Angesichts der Komplexität der Genehmigungsverfahren und der unterschiedlichen Haltungen der Banken zur Zusammenarbeit dürfte eine endgültige Entscheidung erst in einigen Jahren fallen.

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