23 May 2026, 04:11

Gericht gibt Klara Schedlich in #MeToo-Streit mit Stefan Gelbhaar teilweise recht

Grüne Politikerin Schedlich gewinnt Prozess gegen Gelbhaar

Gericht gibt Klara Schedlich in #MeToo-Streit mit Stefan Gelbhaar teilweise recht

Ein deutsches Gericht hat im Rechtsstreit zwischen der Grünen-Politikerin Klara Schedlich und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar zugunsten von Schedlich entschieden. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen Äußerungen, die sie im Rahmen der #MeToo-Debatte über Gelbhaar getroffen hatte. Viele der ursprünglichen Vorwürfe gegen ihn hatten sich später als haltlos erwiesen.

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Der Streit begann, nachdem der Rundfunksender RBB 2024 mehrere #MeToo-Vorwürfe gegen Gelbhaar veröffentlicht hatte. Keine dieser Anschuldigungen stammte von Schedlich, doch sie äußerte sich später in einer eidesstattlichen Versicherung für den RBB zu dem Fall. Gelbhaar wies die Vorwürfe stets als falsch zurück.

Die Kontroverse hatte schwerwiegende Folgen für Gelbhaars politische Karriere: Er verlor seine sichere Nominierung für die Bundestagswahl und schied Anfang 2025 schließlich aus dem Parlament aus. Der RBB entschuldigte sich unterdessen, nachdem Untersuchungen ergeben hatten, dass viele der Vorwürfe nicht belegt werden konnten.

Das Oberlandesgericht Hamburg urteilte nun, dass Schedlich bestimmte Aussagen über Gelbhaar wiederholen dürfe. Gleichzeitig stellte das Gericht fest, dass Teile des Streits auf widersprüchlichen Darstellungen der beiden Beteiligten beruhten.

Mit dem Urteil darf Schedlich an ihren früheren Äußerungen festhalten. Für Gelbhaar bedeutet der Fall ein weiteres Kapitel in einer Affäre, die ihn seine politische Position kostete. Die Entscheidung klärt zwar nicht alle Streitpunkte, macht aber deutlich, was Schedlich öffentlich äußern darf.

Quelle