Gericht verurteilt Google wegen falscher KI-Suchergebnisse in Präzedenzfall
Leni SchulzGericht verurteilt Google wegen falscher KI-Suchergebnisse in Präzedenzfall
Ein deutsches Gericht hat in einem Zivilverfahren gegen Google entschieden, in dem es um falsche Informationen ging, die von den KI-basierten Suchzusammenfassungen des Konzerns verbreitet wurden. Das Urteil stellt einen bedeutenden Präzedenzfall für die Haftung bei digitalen Inhalten dar – auch wenn es noch angefochten werden könnte.
Zwei in München ansässige Unternehmen hatten geklagt, nachdem Googles KI-generierte Suchergebnisse schädliche und unwahre Behauptungen über sie enthielten. Das Gericht entschied, dass Google für die Texte verantwortlich ist, die sein Sprachmodell erstellt – und behandelte sie damit als vom Unternehmen selbst produzierte Inhalte.
Google hatte argumentiert, nicht für die Zusammenfassungen haften zu müssen, da diese automatisch generiert würden. Die Richter wiesen diese Verteidigung jedoch zurück. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da Google Berufung einlegen kann.
Scheitert der Einspruch, könnte Google die Bereitstellung von KI-generierten Zusammenfassungen für Nutzer in Deutschland einstellen. Zudem hätte das Urteil Auswirkungen auf andere Betreiber von KI-Systemen im Land, die sich künftig an den durch diesen Fall gesetzten rechtlichen Rahmen halten müssten.






