09 May 2026, 16:07

Gesundheitsreform gefährdet medizinische Versorgung auf dem Land

Ambulanz am Straßenrand mit anderen Fahrzeugen, Bäumen, Gebäuden, Texttafeln und Klimaanlagen im Hintergrund.

Gesundheitsreform gefährdet medizinische Versorgung auf dem Land

Der Deutsche Landkreistag (DLT) hat schwere Bedenken gegen die geplanten Gesundheitsreformen der Bundesregierung angemeldet. Wie DLT-Präsident Achim Brötel warnt, könnten die Änderungen zu einem drastischen Rückgang der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen führen. Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Reformpaket kurz vor der Abstimmung im Bundestag Anfang Juli steht.

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Das Bundeskabinett hat bereits das GKV-Sparpaket gebilligt, das Einsparungen von über fünf Milliarden Euro vorsieht. Kritiker befürchten, dass kleinere Landkrankenhäuser unter den neuen Regelungen schließen oder stark verkleinert werden müssten. Dadurch stünde vielen Gemeinden deutlich weniger medizinische Versorgung vor Ort zur Verfügung.

Der DLT unterstützt zudem Warnungen des ADAC vor möglichen Kürzungen bei der Luftrettung. Rettungshubschrauber werden derzeit nur bei lebensbedrohlichen Notfällen eingesetzt, nicht bei leichteren Fällen. Falls sich jedoch durch Krankenhausschließungen die Einsatzzeiten von Bodenrettungsdiensten verlängern, würde die Bedeutung dieser Luftrettung noch weiter steigen.

Brötel betonte, dass eine Reduzierung der Luftrettungskapazitäten die Versorgungsengpässe in abgelegenen Gebieten verschärfen würde. Mit weniger Krankenhäusern und längeren Anfahrtswegen könnte eine rechtzeitige medizinische Behandlung für viele Patienten deutlich schwieriger werden.

Die Auswirkungen der Reform auf die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum bleiben ein zentraler Streitpunkt, während der Bundestag über das Vorhaben abstimmen soll. Sollte das Paket verabschiedet werden, drohen Krankenhausschließungen und eine weitere Ausdünnung der Notfallversorgung. Der DLT warnt, dass solche Einsparungen die Patienten auf dem Land einem noch größeren Risiko aussetzen würden.

Quelle