23 December 2025, 06:18

Ghana und Deutschland kommen einer qualifizierten Arbeitskräfte-Partnerschaft näher

Ein rechteckiger Namensschild mit Logo und Buchstaben, an einer Wand mit sichtbaren Schrauben befestigt.

Ghana und Deutschland kommen einer qualifizierten Arbeitskräfte-Partnerschaft näher

Ghana und Deutschland rücken bei Fachkräftepartnerschaft näher zusammen

Ghana kommt einer strukturierten Partnerschaft im Bereich Fachkräfte mit Deutschland einen Schritt näher, nachdem zwei hochrangige Minister gezielte Verhandlungen mit großen Arbeitgebern, Arbeitsvermittlungsagenturen und Politikern in Niedersachsen und Berlin geführt haben.

  1. Dezember 2025, 13:40 Uhr

Ghana und Deutschland arbeiten an einer engeren Zusammenarbeit im Bereich Fachkräfteeinwanderung, um den Arbeitskräftemangel in beiden Ländern zu bekämpfen. Zwei führende Minister Ghanas trafen sich kürzlich mit deutschen Arbeitgebern, Arbeitsvermittlern und Behördenvertretern, um die Rekrutierungspläne zu konkretisieren. Ziel der Vereinbarung ist es, qualifizierte ghanaische Arbeitskräfte nach Deutschland zu bringen – bei gleichzeitiger Gewährleistung strukturierter Ausbildungsprogramme und fairer Arbeitsbedingungen.

An den Gesprächen beteiligten sich Ghanas Minister für Jugendförderung und -ermächtigung, der das Potenzial der ghanaischen Jugend betonte, sowie der Minister für Beschäftigung und Arbeitsbeziehungen, der klarstellte, dass es primär um Wissenstransfer und nicht um einen „Brain Drain“ gehe. Unterdessen erklärte der Wirtschaftsrat der CDU seine Bereitschaft, ghanaische Unternehmen zum nächsten Jahreskongress einzuladen – ein Zeichen für die Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen.

Auch die Privatwirtschaft bereitet sich bereits auf die Initiative vor: Das Unternehmen Jawoll GMBH plant den Aufbau eines Ausbildungszentrums in Ghana für ausgewählte Bewerber, während die Beratungsfirma NAYT Consult ein umfassendes Programm entwickelt hat, um junge Ghanaer bei ihrer Migration nach Deutschland zu unterstützen. Der ghanaische Botschafter in Deutschland sicherte zudem seine Unterstützung für eine koordinierte Anwerbung und den Schutz der Arbeitnehmer zu. Als nächste Schritte stehen die Ausarbeitung eines offiziellen bilateralen Migrationsrahmens sowie die Einrichtung von Vorabreise-Vorbereitungszentren in Ghana an. Deutsche Unternehmen zeigen großes Interesse daran, qualifizierte ghanaische Fachkräfte einzustellen – insbesondere in Branchen mit akutem Personalmangel.

Die Vereinbarung wäre ein wichtiger Schritt in Deutschlands Bestrebungen, Migrationspartnerschaften mit afrikanischen Ländern auszubauen. Nun arbeiten Ghanas Regierung und Privatsektor daran, die Ausbildungsprogramme und rechtlichen Schutzmechanismen für Arbeitnehmer final zu gestalten. Bei Erfolg könnte das Abkommen ghanaischen Fachkräften langfristige Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt eröffnen.