Gifhorns Viktoria-Windmühle droht der Verfall – 280.000 Euro sollen sie retten
Finn WagnerGifhorns Viktoria-Windmühle droht der Verfall – 280.000 Euro sollen sie retten
Gifhorns Viktoria-Windmühle: Historisches Wahrzeichen von 1896 droht der Verfall
Die Viktoria-Windmühle in Gifhorn, eine denkmalgeschützte Hollandwindmühle aus dem Jahr 1896, leidet unter schwerwiegenden strukturellen Schäden. Das einst beliebte Wahrzeichen und kulturelle Ausflugsziel ist seit Jahren wegen zunehmender Baufälligkeit für die Öffentlichkeit gesperrt. Nun hat die Stadtverwaltung dringende Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen, um den weiteren Verfall aufzuhalten.
Durch jahrelange Vernachlässigung hat sich der Zustand der Mühle verschlechtert: Holzwürmer haben tragende Balken angegriffen, Dachziegel sind brüchig geworden. Da der private Betreiber insolvent ist und die Kosten nicht tragen kann, liegt die Verantwortung für Rettungsmaßnahmen nun bei der Stadt.
Laut Verwaltung sind die Schäden auf jahrzehntelange Abnutzung und das Ende der materialbedingten Lebensdauer des Bauwerks zurückzuführen. Ohne Sofortmaßnahmen würden die Sanierungskosten weiter stark steigen. Um dies zu verhindern, schlagen die Verantwortlichen vor, 280.000 Euro für dringende statische Sicherungsarbeiten bereitzustellen.
Der Erhalt der Mühle gilt wegen ihres kulturellen Werts als öffentliche Pflicht. Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung über die Mittelbewilligung abstimmen. Bei einer Zustimmung sollen die Arbeiten dazu beitragen, das Gebäude zu stabilisieren und einen unwiederbringlichen Verfall zu verhindern.
Die Zukunft der Windmühle hängt nun von der finanziellen Bereitschaft der Stadt ab. Ohne Sanierung droht dem Denkmal weiterer Verfall – mit steigenden Folgekosten. Die Entscheidung des Rates wird zeigen, ob die Restaurierung vorankommt oder die historische Mühle weiter zerfällt.






