03 March 2026, 20:46

Göttingen senkt CO₂-Emissionen um 20 Prozent – doch der Klimaplan wird ambitionierter

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einer gelben "Wähle für das Klima"-Tafel die Straße entlang, mit Ballons, Schildern, Fahrrädern, Bäumen, Laternenmasten und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Göttingen senkt CO₂-Emissionen um 20 Prozent – doch der Klimaplan wird ambitionierter

Göttingen hat seinen Klimabericht 2024 veröffentlicht und darin die Fortschritte auf dem Weg zu ehrgeizigen Klimazielen dargestellt. Die Treibhausgasemissionen der Stadt sanken zwischen 2020 und 2025 um 15 bis 20 Prozent – von etwa 400.000 auf 330.000 Tonnen CO₂-Äquivalent. Nun treiben die Verantwortlichen neue Pläne voran, um langfristige Nachhaltigkeit in den Bereichen Verkehr, öffentlicher Dienst und öffentliche Einrichtungen zu sichern.

Die Emissionsreduktion ist auf mehrere zentrale Maßnahmen zurückzuführen. Erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft wurden deutlich ausgebaut. Zudem verbesserte sich die Energieeffizienz in Gebäuden und im Verkehr, nicht zuletzt dank Elektrifizierungsprogrammen. Ein vorübergehender Rückgang der Mobilität während der COVID-19-Pandemie trug ebenfalls zur Senkung der Emissionen bei, wobei das Bevölkerungswachstum und die wirtschaftliche Aktivität einige dieser Erfolge wieder relativierten.

Um den eingeleiteten Kurs beizubehalten, erarbeitet Göttingen derzeit einen Kommunalen Wärmewendeplan, der den Umstieg auf eine nachhaltige Wärmeversorgung vorantreiben soll. Im April finden öffentliche Veranstaltungen statt, bei denen Bürgerinnen und Bürger Ideen für zukünftige Wärmelösungen einbringen können. Parallel dazu wird der Verkehrsentwicklungsplan 2040 die künftige Verkehrspolitik gestalten – ein mehrwöchiger Online-Fragebogen im März und April sammelt dazu die Meinungen der Einwohnerinnen und Einwohner.

Auch die eigenen städtischen Abläufe sollen klimaneutral werden. Im Rahmen der Initiative "Klimaneutrale Verwaltung" werden öffentliche Gebäude saniert und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu angehalten, klimafreundliche Verkehrsmittel zu nutzen. Zwar verursachen kommunale Einrichtungen nur zwei Prozent der Gesamtemissionen Göttingens, doch betonen die Verantwortlichen, dass jeder Sektor einen Beitrag leisten müsse, um die städtischen Ziele zu erreichen.

Neben der Emissionsreduktion stärkt Göttingen Maßnahmen zur Klimaanpassung. Diese ergänzen bestehende Schutzstrategien, um die Stadt auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.

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Der aktuelle Klimabericht zeigt: Göttingen hat bereits beachtliche Erfolge erzielt, doch bleibt noch viel zu tun. Die Stadt hat ihre Emissionen deutlich gesenkt, muss nun aber die Anstrengungen in den Bereichen Energie, Verkehr und Infrastruktur beschleunigen. Die anstehenden Pläne zur Wärmeversorgung, Mobilität und öffentlichen Einrichtungen werden entscheiden, ob Göttingen seine langfristigen Nachhaltigkeitsziele erreicht.