06 February 2026, 06:15

Göttinger Stadtrat beschließt 168-Millionen-Sanierung des Deutschen Theaters in drei Phasen

Ein detailliertes Grundriss-Zeichnung des Victoria Theaters in Berlin, das den Aufbau von Räumen, Fluren und anderen Merkmalen zeigt.

Göttinger Stadtrat beschließt 168-Millionen-Sanierung des Deutschen Theaters in drei Phasen

Göttinger Stadtrat gibt grünes Licht für Großsanierung des Deutschen Theaters

Der Stadtrat von Göttingen hat die umfassende Sanierung des Deutschen Theaters genehmigt. Das auf rund 168 Millionen Euro veranschlagte Projekt soll in drei Abschnitten umgesetzt werden. Vertreter der Stadt betonen, wie wichtig es sei, zusätzliche Fördermittel von Deutscher Bank und Bund zu akquirieren, um die kulturellen Ziele mit den finanziellen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen.

Die Wolff Gruppe hatte drei mögliche Sanierungsvarianten vorgelegt, wobei sich die Option 2 als die praxistauglichste und kostengünstigste Lösung durchsetzte. Dieser Ansatz sieht den Bau eines zweiten Spielorts neben den bestehenden Werkstätten vor, wodurch ein provisorischer Ausweichstandort entfällt. Die stufenweise Umsetzung umfasst zudem die Modernisierung der Haustechnik, die Verlegung der Werkstätten, den Neubau eines Blackbox-Theaters sowie die denkmalgerechte Sanierung des historischen Hauptgebäudes.

Frithjof Look, Leiter der Stadtplanung, unterstrich die Bedeutung eines Masterplans, um die schrittweise Entwicklung in Abstimmung mit der Theaterleitung zu steuern. Oberbürgermeisterin Petra Broistedt verwies auf die Herausforderung, die kulturelle Verantwortung mit der Haushaltsdisziplin zu vereinen. Sie appellierte an höhere Regierungsebenen, das Vorhaben finanziell zu unterstützen.

Die Kulturdezernentin Anja Krause hob die zentrale Rolle des Theaters für die kulturelle Identität Göttingens und seine strahlende Wirkung auf die Attraktivität der Stadt hervor. Als nächste Schritte stehen die detaillierte Prüfung der gewählten Variante durch den Beirat zur Sanierung des Deutschen Theaters sowie eine eingehende Behandlung der Pläne im Bauausschuss an.

Ziel der genehmigten Sanierung ist es, die Zukunft des Repertoiretheaters zu sichern und seine Möglichkeiten als moderne Spielstätte auszubauen. Bei Gesamtkosten von fast 168 Millionen Euro hängt die Realisierung nun maßgeblich von der Beschaffung weiterer Fördergelder von der Deutschen Bahn ab. Der gestaffelte Ablauf soll sicherstellen, dass die Aufwertung dieses kulturellen Leuchtturms mit möglichst geringen Einschränkungen einhergeht.