Halles Bürgerparlament fordert mehr Geld für Schulen und Kitas
In Halle fand kürzlich ein "Bürgerparlament" statt, um sich mit lokalen Bildungsfragen zu befassen. Organisiert von der Aktivistengruppe Neue Generation brachte die Veranstaltung 15 Einwohnerinnen und Einwohner im Alter zwischen einem und 66 Jahren zusammen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen Finanzierungsengpässe an Schulen und Kitas, wobei Vorschläge unterbreitet wurden, Gelder aus den Haushalten für Infrastruktur und Klimaschutz umzuschichten.
Das Treffen markierte einen ersten Erfolg für die Bewegung, da die Teilnehmenden ein Gespräch mit der Halleschen Bildungsdezernentin Katharina Brederlow vereinbaren konnten. Die Anwesenden forderten höhere Investitionen in frühkindliche Bildung und Schulinfrastruktur und argumentierten, dass die aktuellen Mittel den Bedürfnissen der Gemeinschaft nicht gerecht würden.
Neue Generation, die Nachfolgeorganisation von Letzte Generation, positioniert sich als Kritikerin des Deutschen Bundestags und bezeichnet ihn als "Lobbyistenparlament". Ziel der Gruppe ist es, repräsentative Versammlungen zu schaffen, die einen echten Querschnitt der Gesellschaft abbilden.
Für die Zukunft hat die Bewegung ihr nächstes Event angekündigt: ein bundesweites Online-"Offenes Bürgerparlament", das vom 17. bis 24. April 2026 stattfinden soll. Das Thema der anstehenden Sitzung lautet "Wie nah sind wir dem Faschismus?" – ein Schwenk von lokalen Bildungsthemen hin zu grundsätzlichen politischen Fragen.
Das Treffen in Halle führte zu konkreten Forderungen nach mehr Bildungsfinanzierung und einem bestätigten Dialog mit Stadtvertretern. Mit einer weiteren groß angelegten Veranstaltung für 2026 plant die Gruppe weiterhin, die öffentliche Teilhabe an Entscheidungsprozessen voranzutreiben. Ihr Ansatz verbindet basisdemokratisches Engagement mit direkter Einflussnahme auf politische Themen.






