31 March 2026, 14:13

Hamburger Gericht verurteilt homophobe Beleidigungen an U-Bahn-Station zu Geldstrafe

Schwarzer Hintergrund mit fetter weißer Schrift, die den Text "Es gibt keinen Platz in Amerika für Hass" von Präsident Joe Biden zeigt.

Hamburger Gericht verurteilt homophobe Beleidigungen an U-Bahn-Station zu Geldstrafe

Ein Hamburger Gericht hat einen Mann zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro wegen homophober Beleidigungen und Bedrohungen während eines Vorfalls an der U-Bahn-Station Rathaus verurteilt. Michael W. wurde schuldig gesprochen, nachdem er Tibor P., der schwarze Lacklederschuhe mit Absätzen getragen hatte, beschimpft hatte. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Bedenken hinsichtlich queerenfeindlicher Hasskriminalität in Deutschland.

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Die Auseinandersetzung ereignete sich am 20. Oktober 2024, als Michael W. abfällige Kommentare über Tibors Schuhe machte. Tibor, der zuvor einen Schwulenclub besucht hatte, wurde zum Ziel verbaler Angriffe. Überwachungsaufnahmen zeigten später eine handgreifliche Rangelei auf dem U-Bahnsteig.

Tolga G., ein Zeuge der Szene, griff ein, um zu schlichten, und wurde bei der Konfrontation verletzt. Die hinzugerufene Polizei beendete den Vorfall, doch Michael W. leistete Widerstand und beleidigte die Beamten. Die Richterin stellte fest, dass sich die Beleidigungen gezielt gegen die sexuelle Orientierung Tibor P.s richteten, und lobte Tolga G. für seinen Zivilcourage.

Während des Prozesses entschuldigte sich Michael W. für sein Verhalten, und Tibor P. nahm die Entschuldigung an. Dennoch verhängte das Gericht eine Geldstrafe von 1.200 Euro, zahlbar in 150 Tagessätzen. Die Verurteilung fällt in eine Zeit, in der Deutschland im vergangenen Jahr 2.048 queerenfeindliche Straftaten registrierte – darunter verbale Angriffe, Drohungen und Gewalt aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. Der Fall unterstreicht die wachsenden Forderungen nach schärferen Maßnahmen gegen Diskriminierung im öffentlichen Raum.

Quelle