Hannovers Hauptbahnhof wird für mehr Züge und weniger Verspätungen umgebaut
Philipp HartmannHannovers Hauptbahnhof wird für mehr Züge und weniger Verspätungen umgebaut
Hannovers Hauptbahnhof steht vor großem Ausbau zur Entlastung des wachsenden Verkehrs
In den vergangenen fünf Jahren haben steigende Fahrgastzahlen die Kapazitäten des Bahnhofs an ihre Grenzen gebracht – mit Folgen wie Verspätungen und Überfüllung. Nun hat die Infrastrukturtochter der DB Bahn, die DB InfraGO, die vorläufigen Pläne für den Ausbau der Gleise, Bahnsteige und Fußgängerwege finalisiert.
Im Mittelpunkt der Maßnahmen stehen zentrale Engpässe, darunter begrenzter Gleisraum und langsame Einfahrten der Züge. Durch eine angepasste Gleisführung sollen mehr Züge schneller in den Bahnhof einfahren können. Zudem entsteht ein neuer Mittelbahnsteig mit den Gleisen 15 und 16, der künftig die S-Bahn-Verbindungen Richtung Lehrte bedienen wird.
Ein neuer Fußgängertunnel in der Nähe des Einkaufsviertels Lister Meile soll Umsteigern kürzere Wege ermöglichen. Die DB Bahn prüft zudem weitere Verbesserungen, etwa die Verbreiterung des bestehenden Tunnels und den Einbau zusätzlicher Treppenaufgänge zu den Bahnsteigen. Um den Zugverkehr effizienter zu steuern, wird im Rahmen des Projekts außerdem ein neues Stellwerk errichtet.
Noch vor Beginn der Hauptarbeiten soll eine kurzfristige Lösung die Weichenanlage am Bahnhof Hannover-Burg optimieren. Größere Weichen sollen dort höhere Geschwindigkeiten und mehr Flexibilität im Betrieb ermöglichen. Die detaillierte Planung für den vollständigen Ausbau könnte sich jedoch noch bis etwa 2029 hinziehen.
Ziel der Maßnahmen ist es, die Kapazität des Bahnhofs deutlich zu erhöhen und Verspätungen zu reduzieren. Schnellere Einfahrten, verbesserte Fußgängerströme und zusätzliche Gleise sollen den wachsenden Fahrgastzahlen gerecht werden. Nach Abschluss der Arbeiten dürften Reisen über den Hannover Hauptbahnhof deutlich reibungsloser und zuverlässiger verlaufen.






