Heino zeigt Solidarität mit entlassenem Feuerwehrmann in Bad Belzig
Philipp HartmannHeino zeigt Solidarität mit entlassenem Feuerwehrmann in Bad Belzig
Schlager-Legende Heino zeigt Solidarität mit umstrittenem Feuerwehrmann in Bad Belzig
In Bad Belzig betrat eine 87-jährige Schlager-Ikone die Bühne, um einem Feuerwehrmann beizustehen, der in eine Kontroverse geraten war. Bei Heinos Konzert versammelten sich rund 800 Menschen, viele von ihnen mit schwarz-rot-goldenen Fahnen. Der Auftritt folgte auf die Entlassung von Richard Mänder, der bei einem Wettbewerb eine umstrittene Version der deutschen Nationalhymne gespielt hatte.
Das Solidaritätskonzert war eine Reaktion auf den Fall des Feuerwehrmanns Richard Mänder, der seine Richtertätigkeit verlor, nachdem er bei einer Feuerwehrmeisterschaft Heinos Aufnahme der Nationalhymne aus den 1970er-Jahren abgespielt hatte. Der Deutsche Feuerwehrverband verhängte Sanktionen gegen ihn, obwohl Mänder rechtsextreme Tendenzen zurückweist und sich als Opfer ungerechter Behandlung sieht.
Auf der Bühne bezeichnete Heinos Manager Helmut Werner die Veranstaltung als Protest gegen Mänders Bestrafung. Werner wies zudem Vorwürfe zurück, Heino stehe politisch rechts – er verwies auf dessen frühere Forderung, die AfD zu verbieten, sowie auf dessen SPD-Wählervergangenheit. Kritiker hatten jedoch zuvor Heinos Lied Layla als sexistisch gebrandmarkt, doch das Publikum sang begeistert mit.
Während der Zugabe skandierten einige Männer "Ostdeutschland, Ostdeutschland!" , während der Saal sich mit Fahnen in Nationalfarben füllte. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Lars Schieske lobte das Konzert später auf Instagram als gelungenes Gemeinschaftserlebnis. Bisher sind keine weiteren Maßnahmen des Feuerwehrverbands bekannt; der Vorfall wird als Einzelfall gewertet.
Das Konzert spiegelte die gespaltene Meinung über Mänders Entlassung und Heinos politisches Image wider. Während das Team des Sängers rechtspopulistische Zuordnungen zurückwies, zog die Veranstaltung sowohl Anhänger als auch Kritiker an. Bislang gibt es keine offiziellen Schritte, um ähnliche Kontroversen in Zukunft zu verhindern.






