"Held\*innen": Wie junge Stimmen am Heimathafen Neukölln Heldentum neu definieren
Noah Jäger"Held\*innen": Wie junge Stimmen am Heimathafen Neukölln Heldentum neu definieren
Das junge Kollektiv Active Player NK präsentiert sein neues Stück Held*innen
Mit Held*innen feiert das Jugendensemble Active Player NK Premiere – eine Inszenierung, die sich mit dem Begriff des Heldentums auseinandersetzt, und zwar durch persönliche Geschichten, scharfe Gesellschaftskritik und kreative Experimente. Geschrieben und aufgeführt von den jungen Darsteller*innen, speist sich das Stück stark aus ihren eigenen Lebenserfahrungen.
Die Gruppe, die seit 2022 unter der Leitung von Mohammad Eliraqui steht, bietet jungen Stimmen eine Bühne. Es gibt keine Vorsprechen – die Teilnehmer*innen werden per Losverfahren ausgewählt, denn die Nachfrage ist groß. Eliraqui, der selbst am Heimathafen Neukölln mit der Schauspielerei begann und später vom Filmregisseur Damir Lukačević entdeckt wurde, unterstützte das Projekt als Regieassistenz.
Held*innen verbindet philosophische Fragen mit spielerischen Szenen. In einem Moment formuliert Sophie die Frage „Wer ist dein Held?“ zu „Wer ist deine Heldin?“ um. Eine andere Szene entlarvt die Mechanismen des Kapitalismus in einem hitzigen Dialog zwischen den Figuren Jovana und Greta. Ronnies Weigerung, Schuldgefühle für das Überleben sexualisierter Gewalt zu empfinden, verleiht der Erzählung emotionale Tiefe. Lujain Mustafa inszenierte die Kampfszenen und Tanzelemente und bringt so körperliche Energie auf die Bühne.
Das Stück vereint persönliche Reflexion, gesellschaftliche Kritik und künstlerische Experimente. Es gibt jungen Performern eine Plattform, um ihre Perspektiven auf Heldentum und Identität zu teilen. Active Player NK bleibt ein wichtiger kreativer Ort für Berlins Jugend.






