09 May 2026, 08:10

Henkel revolutioniert Batterieproduktion mit KI und nachhaltigen Klebelösungen

3D-Modell eines Autobatteries mit beschrifteten Komponenten, das die innere Struktur und Funktionen zeigt.

Henkel revolutioniert Batterieproduktion mit KI und nachhaltigen Klebelösungen

Henkel stellt auf der Battery Show Europe 2026 zwei Neuheiten vor: Loctite Specialty Tapes und Loctite Solve. Die Innovationen zielen darauf ab, Effizienz und Nachhaltigkeit in der Batterieproduktion zu steigern. Beide Lösungen adressieren zentrale Herausforderungen bei Elektrofahrzeugen und Energiespeichersystemen.

Loctite Specialty Tapes sind wasserbasierte, lösemittelarme Klebebänder, die speziell für den Batteriebau entwickelt wurden. Sie übernehmen Funktionen wie Verbinden, Isolieren, Abschirmen, Schutz und thermisches Management in komplexen Batteriestrukturen. Im Vergleich zu herkömmlichen Klebemethoden bieten sie eine sauberere Alternative.

Mit Loctite Solve führt Henkel eine KI-gestützte Plattform ein, die die Simulation von Klebstoffformulierungen ermöglicht. Ingenieure können nun virtuelle Klebrezepte entwickeln und testen – ganz ohne physische Prototypen. Das System erlaubt zudem die Erstellung digitaler Zwillinge für Klebstoffe und beschleunigt so Entwicklungszyklen.

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Neben den Neuvorstellungen präsentiert Henkel auch Bonderite-Funktionsbeschichtungen, die die dielektrische Festigkeit und Thermobeständigkeit von Batterie- und Leistungselektronikkomponenten verbessern. Zudem demonstriert das Unternehmen thermisch aktivierbare „Debonding-on-Demand“-Technologien, die Reparatur, Wiederverwendung und Recycling von Batterien erleichtern.

Frank Kerstan, Leiter E-Mobility Europe bei Henkel, betonte, dass das erweiterte Portfolio Kunden dabei unterstützt, schneller zu innovieren. Die neuen Werkzeuge reduzieren Risiken und erweitern die Leistungsgrenzen über den gesamten Batterielebenszyklus hinweg.

Die neuen Loctite-Produkte und die KI-Plattform sollen die Batterieproduktion und -wartung effizienter gestalten. Henkels Fokus auf digitale Simulation und nachhaltige Materialien spiegelt die wachsenden Branchenanforderungen wider. Diese Fortschritte könnten die Herangehensweise der Hersteller an Batteriedesign und Recycling in Zukunft maßgeblich prägen.

Quelle