02 April 2026, 08:09

Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Demokratie-Engagement und kulturellen Einfluss

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Menschen, die mit Fahnen und Schildern die Straße entlangmarschieren, mit einem Lichtmast links und einem Gebäude mit einer Tafel, auf der "Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei in Berlin" steht, rechts.

Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Demokratie-Engagement und kulturellen Einfluss

Herbert Grönemeyer erhält den Deutschen Nationalpreis für sein lebenslanges Engagement für die Demokratie und seinen prägenden Einfluss auf die deutsche Kultur. Die von der Deutschen Nationalstiftung verliehene Auszeichnung würdigt seine künstlerischen Leistungen sowie sein entschlossenes Eintreten für eine offene Gesellschaft.

Grönemeyer ist seit Langem eine prominente Stimme gegen Rechtsextremismus und warnt vor den ernsthaften Bedrohungen, denen die deutsche Demokratie ausgesetzt ist. Sein politisches Engagement hat in den letzten Jahren weiter an Fahrt aufgenommen. Seit 2024 unterstützt er die Initiative Feuerwall gegen Rechts und beteiligte sich an Protesten in Dortmund und Köln. Zudem unterzeichnete er offene Briefe, die rechtsextreme Tendenzen verurteilen, und forderte nach den Enthüllungen von Correctiv über geheime rechtsextreme Treffen in Potsdam im Januar 2024 eine politische Blockade gegen die AfD.

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Vor scharfen Worten schreckt der Musiker dabei nicht zurück. Bei einem Konzert bezeichnete er rechtsextreme Widersacher als "rechte Ratten" und forderte wiederholt einen "Schutzwall" gegen extremistische Parteien. Die Aufnahme von Geflüchteten 2015 nannte er einen "Glücksfall" für Deutschland und setzt sich im Vorfeld von Wahlen für progressive Politiken ein.

Die Deutsche Nationalstiftung, 1993 gegründet, zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich für Demokratie, Toleranz und internationales Verständnis einsetzen. Im vergangenen Jahr ging der Preis an die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin; Kanzler Friedrich Merz überreichte die Auszeichnung. Die diesjährige Verleihung wird erneut herausragende Beiträge für die deutsche Gesellschaft – in Kultur wie bürgerlichem Engagement – in den Mittelpunkt stellen.

Der Preis unterstreicht Grönemeyers doppelte Rolle als Kulturikone und Verteidiger demokratischer Werte. Sein öffentliches Auftreten gegen Extremismus und seine Forderungen nach politischem Handeln spiegeln die aktuellen Debatten in Deutschland wider. Die Preisverleihung findet noch in diesem Jahr statt; die Stiftung hebt seine "unerschütterliche Hingabe an eine freie und offene Gesellschaft" hervor.

Quelle