Hessens Wälder im Wandel: Mehr Laubholz, weniger Nadelbäume nach Rodungsstopp-Ende
Philipp HartmannMehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder im Wandel: Mehr Laubholz, weniger Nadelbäume nach Rodungsstopp-Ende
Holzeinschlag in Hessens Staatswäldern erlebte 2025 deutliche Veränderungen Der Einschlag von Laubholz stieg um etwa ein Viertel, während die Fällung von Nadelholz um rund 6 % zurückging. Die Entwicklungen folgten der Aufhebung eines zeitweiligen Rodungsverbots für bestimmte Buchenbestände, das Jahre zuvor eingeführt worden war, um klimabedingte Herausforderungen zu bewältigen.
Das Fällverbot für Buchen war 2020 verhängt worden, um neue, an den Klimawandel angepasste Bewirtschaftungsstrategien zu entwickeln. Bis 2024 hoben die Behörden die Beschränkung auf und erlaubten in ausgewählten Gebieten wieder Holzeinschläge.
Seit dem Ende des Verbots hat sich die Fläche der buchenreichen Wälder in Hessen um etwa 15 % verringert. Anfang 2026 zeigten Aufzeichnungen einen Rückgang von rund 180.000 Hektar im Jahr 2020 auf etwa 153.000 Hektar. Die Abnahme ist sowohl auf Holzeinschläge als auch auf anhaltende Schäden durch frühere Hitzewellen und Dürren zurückzuführen.
Gegen Ende 2025 und zu Beginn 2026 stieg der Holzeinschlag weiter an: Rund 725.000 Kubikmeter Holz wurden geschlagen. Insgesamt verzeichnete 2025 einen leichten Anstieg der Gesamtmenge an eingeschlagenem Holz auf etwa 1,49 Millionen Kubikmeter. Winterwetter führte jedoch in einigen Gebieten zu Verzögerungen, da die Waldwege schwer zugänglich waren.
HessenForst setzt auf widerstandsfähigere Wälder Durch gezielte Entnahme von Buchen gelangt mehr Licht an dürreresistente Arten wie Eiche und Ahorn. Zu den Pflegemaßnahmen gehören auch Durchforstungen und die Beseitigung geschädigter Bäume, um stabile Mischwälder zu fördern.
Die Änderungen in der Forstwirtschaft erfolgen vor dem Hintergrund der immer deutlicher werdenden Langzeitfolgen von Dürren. Besonders Buchen zeigen weiterhin Schäden durch extremes Wetter der Vergangenheit. Mit gezieltem Management entwickeln sich Hessens Wälder schrittweise hin zu größerer Artenvielfalt und Klimaresilienz.






