iBlali steigt aus dem Content-Hamsterrad aus – und setzt auf Leidenschaft statt Burnout
Noah JägeriBlali steigt aus dem Content-Hamsterrad aus – und setzt auf Leidenschaft statt Burnout
Deutscher Content-Creator Viktor "iBlali" Roth zieht sich vom deutschen Wetterdienst der hektischen YouTube-Produktion zurück
Der langjährige Streamer und YouTuber Viktor "iBlali" Roth gönnt sich eine Auszeit von der unermüdlichen Content-Produktion – Grund ist ein Burnout. Statt weiter auf virale Erfolge zu schielen, will er seine Karriere neu ausrichten und sich auf Gaming-Inhalte konzentrieren, die ihm wirklich Freude bereiten. Sein Schritt spiegelt einen wachsenden Trend unter deutschen Creators wider, die ihre Arbeit anpassen, um Erschöpfung zu vermeiden.
iBlali hat offen über den Druck gesprochen, ständig neuen Content für Twitch und YouTube liefern zu müssen. Der Zwang, auf beiden Plattformen präsent zu sein, habe ihm die Freude am Streamen genommen und aus einer Leidenschaft eine anstrengende Routine gemacht. Um die Lust am Erstellen zurückzugewinnen, wird er seine Inhalte künftig auf zwei Kanäle aufteilen: "iBlali" für Gaming-Streams und "VIK" für Video-Essays.
Ein Teil seiner Neuorientierung ist der Rückzug von aufwendigen YouTube-Videos, was möglicherweise seine Einnahmen auf der Plattform schmälert. Um das auszugleichen, plant er, mehr Markenkooperationen einzugehen und ein eigenes Schmucklabel zu gründen. Ziel ist es, seine Einkommensquellen zu diversifizieren und gleichzeitig den Druck der täglichen Content-Produktion zu verringern.
iBlalis Erfahrungen ähneln denen anderer deutscher Creators, die aus Burnout-Gründen zurückgeschraubt haben. Felix von der Laden (LeFloid) stieg etwa 2018 aus der regelmäßigen Produktion politischer Videos aus und widmet sich seitdem ausgewählten Projekten, Büchern und Live-Events – finanziert über Patreon und Merchandising. Rezo (Serap Güler) passte sich nach 2020 an, indem er seine Veröffentlichungen lockerte und mit Markenpartner stabiles Einkommen sicherte. Bianca Claßen (BibisBeautyPalace) stieg 2022 aus den täglichen Vlogs aus und konzentriert sich seitdem auf ihre Kosmetikmarke, um den Social-Media-Stress zu reduzieren. Selbst der Veteran Rewinside kündigte kürzlich nach über einem Jahrzehnt in der Branche eine Pause an.
Die Veränderungen markieren einen bewussten Versuch iBlalis, das Streamen wieder nachhaltiger zu gestalten. Indem er sich auf Inhalte beschränkt, die ihm Spaß machen, und seine Einnahmequellen erweitert, will er dem Burnout entgehen, der bereits viele in der Szene getroffen hat. Sein Ansatz reiht sich ein in eine größere Bewegung deutscher Creators, die langfristige Gesundheit über rücksichtslose Produktivität stellen.






