27 March 2026, 00:08

IG Metall warnt: Spritpreise machen Pendeln in Niedersachsen unerschwinglich

Plakat mit einem Zug auf den Eisenbahnschienen mit ein paar Menschen in der Nähe und dem Text "The American Jobs Plan Will Expand Affordable Public Transportation."

IG Metall warnt: Spritpreise machen Pendeln in Niedersachsen unerschwinglich

IG Metall in Niedersachsen schlägt Alarm: Explodierende Spritpreise belasten Millionen Pendler

Die Gewerkschaft IG Metall in Niedersachsen hat dringend vor den stark steigenden Kraftstoffpreisen gewarnt, die für Millionen Berufspendler immer schwerer tragbar werden. Der Verband warnt, dass die wachsenden Kosten für viele die Fahrt zur Arbeit unerschwinglich machen – während Diesel und Benzin die höchsten Preise seit Anfang 2024 erreichen. Die Forderungen nach sofortiger finanzieller Entlastung und langfristigen Energiereformen, um Arbeitnehmer und Industrie zu schützen, werden immer lauter.

Allein in Niedersachsen sind die Spritpreise zuletzt stark angestiegen: Super E5 kostete Anfang März 2026 rund 2,10 Euro pro Liter. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Februardurchschnitt von 1,76 Euro für E10 und 1,72 Euro für Diesel und liegt sogar über dem Jahresdurchschnitt 2024 von 1,79 Euro. Der Preisschub folgt auf die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten, die die Kosten auf ein Niveau getrieben haben, wie es seit Mitte 2024 nicht mehr verzeichnet wurde.

Für die meisten Einwohner des Landes ist das Auto unverzichtbar – besonders in den ausgedehnten Pendlerregionen. Doch da die Löhne mit der Teuerung nicht Schritt halten, geraten immer mehr Menschen in finanzielle Not, allein um zur Arbeit zu gelangen. Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall, fordert daher schnellere Auszahlungen des Pendlerpauschales sowie ein neues Mobilitätsgeld, um die Belastung abzufedern.

Die Gewerkschaft drängt zudem auf weitergehende wirtschaftliche Maßnahmen. Sie verlangt einen Industrie-Strompreis, um energieintensive Betriebe zu entlasten, und schärfere Kontrollen gegen das, was sie als übermäßige Krisengewinne der Ölkonzerne bezeichnet. Gröger betont, Deutschland müsse seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern – nicht nur, um Kosten zu senken, sondern auch, um wirtschaftliche Unabhängigkeit und politische Stabilität zu sichern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Doch die IG Metall pocht nicht nur auf Soforthilfen, sondern auf strukturelle Veränderungen. Ein standardisiertes Mobilitätsgeld und eine einmalige Energiepreispauschale sollen Arbeitnehmer vor künftigen Preisschocks schützen. Ohne Gegenmaßnahmen, warnt der Verband, drohe dem deutschen Industriestandort langfristiger Schaden durch nicht mehr tragbare Energiekosten.

Zu den zentralen Forderungen zählen beschleunigte Pendlerpauschalen, eine Deckelung der Industrie-Strompreise und strengere Regeln für Ölkonzerngewinne. Würden diese Schritte umgesetzt, könnten sie die Fahrtkosten für Beschäftigte senken und die Energieausgaben für Unternehmen stabilisieren. Bis dahin jedoch bleibt für die Pendler in Niedersachsen eine weitere Belastung: steigende Spritrechnungen – ohne Aussicht auf schnelle Entlastung.

Quelle