Impfschaden nicht anerkannt: Elisabeth Schneiders Kampf um Gerechtigkeit in Deutschland
Eine Niedersächsin kämpft um Anerkennung nach Corona-Impfung - Impfschaden nicht anerkannt: Elisabeth Schneiders Kampf um Gerechtigkeit in Deutschland
Elisabeth Schneiders Leben änderte sich 2021 schlagartig – nach einer COVID-19-Impfung. Die einst aktive und gesunde Frau leidet seitdem unter extremer Erschöpfung und schweren Behinderungen, die sie selbst nach geringster Anstrengung ans Bett fesseln. Trotz ihrer hartnäckigen Bemühungen haben die deutschen Behörden ihren Fall bisher nicht offiziell als Impfschaden anerkannt.
Bei Schneider wurde Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) diagnostiziert – eine komplexe neuroimmunologische Erkrankung. Ihr Alltag, einst geprägt von Energie, kreist nun um das Management ihrer Erschöpfung, wobei selbst einfache Tätigkeiten lange Erholungsphasen nach sich ziehen. Sie ist überzeugt, dass die Impfung ihre Krankheit ausgelöst hat. Doch ihr erster Antrag auf Anerkennung wurde abgelehnt – ein Schicksal, das sie mit vielen teilt: Nur etwa 10 Prozent solcher Fälle erhalten in Deutschland eine positive Entscheidung.
Enttäuscht von der mangelnden Unterstützung engagiert sich Schneider mittlerweile in der Interessenvertretung. Sie kämpft für mehr Aufmerksamkeit und bessere medizinische Versorgung Betroffener. Ihr Einsatz erhielt Auftrieb, als das österreichische Bundesverwaltungsgericht Ende 2025 in einem ähnlichen Fall urteilte: Es erkannte das Chronische Erschöpfungssyndrom als impfstoffbedingte Schädigung an und sprach eine Entschädigung zu. Ein seltener juristischer Erfolg in einem System, in dem Anerkennung für viele unerreichbar bleibt.
Obwohl Schneider die Bedeutung von Impfungen betont, fordert sie strengere Nebenwirkungsüberwachung und individuellere Risikobewertungen. In Deutschland gibt es nur zögerliche Fortschritte: Zwei spezialisierte Ambulanzen für Long COVID, ME/CFS und Post-Vakzinations-Syndrom wurden in Niedersachsen eingerichtet. Doch wie viele Patienten dort wegen eines vermuteten impfstoffbedingten Chronischen Erschöpfungssyndroms behandelt werden, ist unbekannt – offizielle Daten fehlen.
Ihr Hauptziel bleibt die Anerkennung ihres Leidens und die Rückkehr zu einem Leben, das kaum noch Ähnlichkeit mit ihrer Vergangenheit hat. Ohne offizielle Bestätigung bleiben finanzielle und medizinische Hilfe versagt – sie und viele andere stecken in einer Art Schwebezustand fest.
Schneiders Fall steht exemplarisch für die Herausforderungen, vor denen Menschen mit vermuteten Impfschäden stehen. Während das österreichische Urteil ein Präzedenzfall schafft, lässt das deutsche System viele ohne Antworten oder Unterstützung zurück. Vorerst müssen sie sich in einem Gesundheitssystem zurechtfinden, das noch immer mit den Langzeitfolgen von COVID-19-Impfungen und -Infektionen ringt.
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