Integrationskurse in Gefahr: Zehntausende Geflüchtete drohen ohne Sprachförderung zu bleiben
Philipp HartmannIntegrationskurse in Gefahr: Zehntausende Geflüchtete drohen ohne Sprachförderung zu bleiben
Geplante Einschränkungen bei Integrationskursen in Deutschland könnten Zehntausende Geflüchtete ohne lebenswichtige Sprachförderung zurücklassen. Kritiker warnen, dass der Schritt die Jobchancen verschlechtern und Kursanbieter in existenzielle Schwierigkeiten stürzen werde. Die Entscheidung der Bundesregierung hat bei Abgeordneten und Bildungsträgern gleichermaßen Empörung ausgelöst.
Die Weigerung des Innenministers, neue Anmeldungen für Integrationskurse zu genehmigen, widerspricht einem jüngsten Beschluss des Bundestags. Das Parlament hatte bereits zusätzliche Mittel für diese Programme ab 2026 gesichert. Nun drohen die Einschränkungen, 129.500 potenzielle Teilnehmende – vor allem Ukrainer:innen und Asylsuchende – auszuschließen.
Sprachkursanbieter stehen bereits unter finanzieller Belastung. Geringere Teilnehmerzahlen bedeuten weniger Förderung und gefährden ihren Fortbestand. Ohne Zugang zu diesen Kursen wird es für Geflüchtete deutlich schwerer, Deutsch zu lernen – und damit ihre Aussichten auf eine qualifizierte Beschäftigung.
Filiz Polat, stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss, hat die Vorgehensweise der Regierung offen kritisiert. Sie argumentiert, dass die Blockade der Integrationskurse Bemühungen untergräbt, Geflüchteten den Aufbau eines selbstständigen Lebens zu ermöglichen. Gleichzeitig zeigen Suchanfragen, dass bisher noch keine Integrationseinrichtungen direkt von den geplanten Änderungen betroffen sind.
Die Beschränkungen könnten viele Geflüchtete ohne essenzielle Sprachförderung zurücklassen. Das würde ihre Berufschancen mindern und langfristige Integrationshindernisse schaffen. Kursanbieter, die bereits unter finanziellen Engpässen leiden, sehen sich nun einer ungewissen Zukunft gegenüber, da die Teilnehmerzahlen einbrechen.






