Josh Strife Hayes: Warum er Wynncraft ignoriert – und Fans verärgert
Philipp HartmannJosh Strife Hayes: Warum er Wynncraft ignoriert – und Fans verärgert
Josh Strife Hayes: Beliebter MMORPG-Creator gerät in die Kritik
Der bekannte YouTuber und Twitch-Streamer Josh Strife Hayes, der vor allem durch seine Serie "Das schlechteste MMO aller Zeiten?" Bekanntheit erlangt hat, steht derzeit in der Kritik seiner Community. Kürzlich arbeitete er mit World of Warcraft und Pinterest für eine Reihe von Shorts zusammen – ein Schritt, der bei seinen Fans auf wenig Gegenliebe stieß. Doch Hayes' Herangehensweise an die Auswahl seiner Inhalte geht weit über reine Markenkooperationen hinaus.
Mit fast einer Million YouTube-Abonnenten und über 210.000 Followern auf Twitch hat sich Hayes eine treue Fangemeinde aufgebaut, die einem zwar kleinen, aber lukrativen Markt angehört: MMORPG-Spieler. Diese Zielgruppe generiert höhere Werbeeinnahmen, weshalb er seine Videos gezielt auf sie ausrichtet, um sie nicht zu verlieren.
Ein langjähriger Wunsch seiner Community ist eine Besprechung von Wynncraft, einem MMO-Server auf Minecraft-Basis. Trotz wiederholter Forderungen hat Hayes das Spiel bisher ignoriert. Sein Hauptargument: Er fürchtet, dass Wynncraft ein jüngeres Publikum anziehen würde – eine Zielgruppe, die aus seiner Sicht für Werbetreibende weniger attraktiv ist.
Plattformen wie YouTube und Twitch analysieren mithilfe von Cookies die demografischen Daten der Zuschauer und erstellen so ein Profil der Content-Creator. Hayes hat offen zugegeben, dass Minecraft-bezogene Videos seine Zielgruppe verjüngen könnten – mit potenziell negativen Folgen für seine Einnahmen. Da YouTubes Umsatzmodell unter anderem von der Videolänge und dem Alter der Zuschauer abhängt, ist die Kontrolle über die demografische Zusammensetzung für Creator wie ihn ein zentrales Anliegen.
Hayes' Entscheidung, bestimmte Spiele zu meiden, verdeutlicht die finanziellen Zwänge, unter denen Content-Creator stehen. Indem er sich auf eine ältere, ertragreichere Zielgruppe konzentriert, sichert er sich seine aktuellen Einnahmequellen. Vorerst bleibt seine Strategie auf MMORPGs ausgerichtet – trotz der Kritik von Fans, die sich mehr Vielfalt in seinen Inhalten wünschen.






