Kai Wegner spielt Tennis während Berlins Stromkrise – und erntet harsche Kritik

GdP verteidigt Wegner nach Kritik am Tennisspielen - Kai Wegner spielt Tennis während Berlins Stromkrise – und erntet harsche Kritik
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner gerät in die Kritik, nachdem er während eines großflächigen Stromausfalls Tennis spielte – die Ursache des Blackouts war Sabotage. Rund 100.000 Einwohner der Hauptstadt waren vier Tage lang ohne Strom. Unterdessen verteidigte Stephan Weh, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Berlin, die Entscheidung des Politikers, sich trotz der Krise eine Auszeit zu gönnen.
Der Stromausfall hatte am Samstag den Südwesten Berlins getroffen, nachdem Hochspannungskabel vorsätzlich beschädigt worden waren. Während Einsatzkräfte daran arbeiteten, die Versorgung wiederherzustellen, verbrachte Wegner zwischen 13:00 und 14:00 Uhr eine Stunde auf dem Tennisplatz. Später begründete er dies damit, dass er "einen klaren Kopf" habe brauchen, betonte jedoch, stets erreichbar gewesen zu sein.
Weh wies die Kritik zurück und argumentierte, dass Politiker – wie jeder andere auch – Pausen benötigten. Zudem verwies er darauf, dass ihre physische Anwesenheit an Krisenorten den Einsatzkräften selten helfe. Allerdings warnte er, dass solche Handlungen dem Image eines Politikers schaden könnten, wenn sie als realitätsfremd wahrgenommen würden. Zwar äußerte Weh Vertrauen in Wegners Krisenmanagement, lenkte die Aufmerksamkeit aber auf grundsätzliche Probleme: Er forderte den Berliner Senat auf, den Schutz kritischer Infrastruktur vor künftigen Angriffen zur Priorität zu erklären.
Die Vorfälle haben eine Debatte über politische Verantwortung in Ausnahmesituationen ausgelöst. Wegner beharrt darauf, dass seine kurze Abwesenheit die Bewältigung der Krise nicht beeinträchtigt habe. Gleichzeitig stehen die Behörden nun unter Druck, den Schutz essenzieller Dienstleistungen in der Hauptstadt zu verstärken.

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