Kemptens Machtwechsel: Freie Wähler brechen 30-jährige CSU-Ära
Christian Schoch ist am 22. März 2026 zum neuen Oberbürgermeister von Kempten gewählt worden, nachdem er die Stichwahl für sich entschieden hatte. Der Kandidat der Freien Wähler sicherte sich 55 Prozent der Stimmen und beendete damit die fast 30-jährige Vorherrschaft der CSU an der Spitze der Stadt. Sein Sieg markiert einen bedeutenden Wandel in der lokalen Politik nach drei Jahrzehnten ununterbrochener Regierungszeit derselben Partei.
Die CSU hatte das Oberbürgermeisteramt erstmals 1996 errungen, als Ulrich Netzer die Wahl gewann. Er bekleidete das Amt 18 Jahre lang, bevor er es 2014 an Thomas Kiechle übergab. Kiechle, Sohn des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministers Ignaz Kiechle, führte die Stadt bis zu seiner Niederlage in der diesjährigen Wahl.
Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl lag bei 43,6 Prozent. Schochs Sieg bricht eine lange Tradition, da die CSU das Amt seit Netzers Sieg über die SPD 1996 ununterbrochen innehatte. Mit Kiechles Niederlage gegen den Kandidaten der Freien Wähler endet nun die durchgehende Führungsrolle der Partei.
Bisher liegen keine weiteren Details zu den Ergebnissen der Stadtratswahlen vor, die über das Rennen um das Oberbürgermeisteramt hinausgehen.
Schochs Wahl beendet die 30-jährige Ära der CSU an der Spitze Kemptens. Der Wechsel folgt einer klaren Entscheidung der Wähler, von denen 55 Prozent den Kandidaten der Freien Wähler statt den Amtsinhaber unterstützten. Der neue Oberbürgermeister wird sein Amt antreten, nachdem fast 44 Prozent der Wahlberechtigten an der Stichwahl teilgenommen hatten.






