15 May 2026, 18:09

Kernkraftwerk Grohnde erhält endgültige Stilllegungsgenehmigung – Rückbau bis 2039 geplant

Luftaufnahme einer Solarpark mit Panelen in einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Bahnstrecke.

Kernkraftwerk Grohnde erhält endgültige Stilllegungsgenehmigung – Rückbau bis 2039 geplant

Das Kernkraftwerk Grohnde hat von der Niedersächsischen Umwelt-, Energie- und Klimaschutzministerium die endgültige Stilllegungsgenehmigung erhalten. Umweltminister Christian Meyer bestätigte, dass die Anlage nun dauerhaft abgeschaltet ist und den Betrieb nicht wieder aufnehmen wird. Dieser Beschluss markiert einen entscheidenden Schritt im Abschaltprozess des Kraftwerks, der nach der Entnahme der letzten Brennelemente im April 2026 begann.

Der Rückbau des Kraftwerks startete bereits im Dezember 2023, als die erste Abbaugenehmigung erteilt wurde. Der Betreiber PreussenElektra reichte daraufhin 2024 einen weiteren Antrag ein, der zur jüngsten Genehmigung führte. Bis Anfang April 2026 waren die verbleibenden Brennelemente aus dem Reaktorgebäude in einen Castor-Behälter umgelagert und in das Zwischenlager auf dem Gelände in Grohnde gebracht worden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Abbau der inneren Komponenten des Reaktordruckbehälters soll im Herbst 2026 beginnen. Die neue Genehmigung erlaubt zudem die Demontage des Behälters selbst sowie des umgebenden biologischen Schilds. Die vollständige Stilllegung der Anlage wird voraussichtlich bis 2039 dauern.

Unterdessen laufen bereits Pläne für die zukünftige Nutzung des Standorts. Die Region strebt an, Grohnde in das Emmerthaler Energiecluster zu integrieren, das Großspeicher für Batterien, Freiflächen-Solaranlagen und ein neues Umspannwerk zur Förderung erneuerbarer Energien umfassen soll.

Mit der nun vorliegenden endgültigen Genehmigung wird das Kraftwerk Grohnde in den kommenden Jahren schrittweise zurückgebaut. Die Umwandlung des Standorts in Projekte für erneuerbare Energien deutet auf einen Wandel hin zu einer nachhaltigen Stromerzeugung in der Region hin. Sämtliche Rückbauarbeiten sollen bis 2039 abgeschlossen sein.

Quelle