Kita-Sanierung in Salzgitter platzt das Budget – 40 Familien warten vergeblich auf Plätze
Noah JägerKita-Sanierung in Salzgitter platzt das Budget – 40 Familien warten vergeblich auf Plätze
Die Sanierungskosten für die Kita Ringelheim in Salzgitter sind auf 1,592 Millionen Euro explodiert – und liegen damit deutlich über dem ursprünglich veranschlagten Budget von 940.000 Euro. Das seit der Planung 2022 verzögerte Projekt führt dazu, dass Familien mit langen Wartelisten konfrontiert sind, da die Kapazität von 100 auf nur noch 60 Plätze bis Anfang 2026 schrumpft.
Der Stadtrat von Salzgitter beriet über eine Anpassung des Finanzierungskonzepts für die teurer gewordene Sanierung. Ein Beschluss aus dem Jahr 2021 sah vor, dass der Eigentümer des Gebäudes – und nicht die Stadt – für zusätzliche Kosten aufkommen solle. Doch die CDU-Rätin Sabine Thiele drängte auf eine sofortige Freigabe der Mittel und argumentierte, das Projekt müsse zügig abgeschlossen werden.
Hermann Fleischer von der Linken hinterfragte, in welchem Umfang der Eigentümer sich an den steigenden Kosten beteilige. Der Grünen-Rat Ralf Albert warnte, die Kostenüberschreitungen belasteten den städtischen Haushalt und forderte einen Kompromiss mit der Kirchengemeinde.
Statt einer sofortigen Abstimmung folgte der Rat einem Vorschlag von Lars Tietjen (Grüne/Die Partei). Er schlug vor, den Finanzierungsplan zurück an die Fraktionen zur weiteren Prüfung zu verweisen – was der Rat billigte. Die Verzögerung bedeutet, dass die Entscheidung über die Mittel erst später fällt und das Projekt vorerst in der Schwebe bleibt.
Mit der Vertagung der Abstimmung bleibt die Zukunft der Kita ungewiss. Die reduzierte Platzzahl hat bereits 40 Familien auf Wartelisten gezwungen und erhöht den Druck auf andere Betreuungseinrichtungen. Nun muss die Stadt mit dem Eigentümer verhandeln und gleichzeitig die Haushaltslage im Blick behalten.






