Klimaproteste in Braunschweig: Aktivist:innen fordern rasche Energiewende bis 2035
Philipp HartmannKlimaproteste in Braunschweig: Aktivist:innen fordern rasche Energiewende bis 2035
Hunderte Klimaschutzaktivist:innen haben sich diese Woche in Braunschweig versammelt – als Teil einer bundesweiten Protestwelle. Die von Fridays for Future organisierte Demonstration forderte schnellere Schritte beim Ausbau erneuerbarer Energien. Kritiker:innen prangerten die aktuelle Energiepolitik der Regierung an und warnten, dass jüngste Fortschritte wieder zunichtegemacht werden könnten.
Der Protest in Braunschweig reiht sich ein in ähnliche Aktionen in Berlin, Hamburg, Köln und München. Die Demonstrant:innen verlangten einen vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien bis 2035. Die Organisator:innen betonten die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile von Wind-, Solar- und anderen sauberen Energiequellen.
Niko Schoss, Sprecher von Fridays for Future Braunschweig, warf Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vor, die Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Brennstoffen zu ignorieren. Angesichts der durch globale Krisen getriebenen Gaspreiserhöhungen werde das Problem immer dringlicher, argumentierte er. Der Aktivist Alexander Dammmeier verwies darauf, dass erneuerbare Energien bereits 62 Prozent des deutschen Energiebedarfs decken.
Dammmeier warnte zudem, dass falsche politische Weichenstellungen Jahre des Fortschritts gefährden könnten. Er behauptete, Reiches Kurs drohe, die errungenen Erfolge bei der Energiewende rückgängig zu machen. Die Gruppe hob hervor, dass grüne Energie die Kosten senken, Arbeitsplätze schaffen und die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferungen verringern könne.
Die Proteste erhöhen den Druck auf die Politik, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen. Die Aktivist:innen bestehen darauf, dass Deutschland sein 2035er-Ziel für erneuerbare Energien erreichen muss, um die Energieunabhängigkeit zu sichern. Ohne entschlossenes Handeln, so ihre Argumentation, drohten dem Land höhere Kosten und größere Instabilität.






