Kopf-an-Kopf-Rennen in Baden-Württemberg: Wer wird Kretschmanns Nachfolger?
Philipp HartmannKretschmann kritisiert CDU-Ideen: "Das machen wir schon" - Kopf-an-Kopf-Rennen in Baden-Württemberg: Wer wird Kretschmanns Nachfolger?
Landtagswahl in Baden-Württemberg: Wer folgt auf Kretschmann?
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg an diesem Sonntag wird entschieden, wer Winfried Kretschmann nach drei Amtszeiten als Ministerpräsident ablöst. Das Rennen ist knapp: Umfragen sehen die Grünen und die CDU gleichauf bei 28 Prozent. Der amtierende Regierungschef Kretschmann wirft seinem CDU-Herausforderer Manuel Hagel vor, in seinem Wahlkampf lediglich alte Ideen aufzuwärmen.
Jahrzehntelang war Baden-Württemberg eine Hochburg der SPD, die regelmäßig um die 30 Prozent der Stimmen holte. Doch 2011 änderte sich die politische Landschaft, als Winfried Kretschmann als erster grüner Ministerpräsident an die Spitze des Landes rückte. Seine Partei regierte zunächst mit der SPD, wechselte 2016 dann aber in eine Koalition mit der CDU. Seither verlor die SPD massiv an Einfluss und erreichte vor fünf Jahren mit nur noch 11 Prozent ein historisches Tief.
Manuel Hagel, Landes- und Fraktionsvorsitzender der CDU, strebt nun selbst das Amt des Ministerpräsidenten an. Sein Wahlkampf setzt auf Schlagworte wie Künstliche Intelligenz, Mobilität, Photonik, Robotik und Verteidigung. Kretschmann bezeichnet diese Themen als wenig originell und verweist darauf, dass die Grünen ähnliche Vorhaben bereits umgesetzt hätten.
Die Grünen schicken mit Cem Özdemir, dem ehemaligen Bundeslandwirtschaftsminister, einen erfahrenen Politiker ins Rennen. Kretschmann lobt Özdemirs Expertise und Tiefe – ein deutlicher Kontrast zu Hagels Ansatz. Die Wahl markiert einen Einschnitt nach Jahren grüner Vorherrschaft in einem Land, das einst von der SPD geprägt war.
Die Abstimmung wird zeigen, ob die Grünen an der Macht bleiben oder die CDU das Ministerpräsidentenamt zurückerobert. Mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen in den Umfragen bleibt der Ausgang offen. Das Ergebnis wird die politische Richtung Baden-Württembergs für die kommenden Jahre prägen.






