02 February 2026, 16:09

Landkreis Helmstedt verabschiedet sich von WhatsApp als Informationskanal

Ein Gebäude mit Glasfenstern, Säulen und einem sichtbaren roten Notaufnahme-Schild.

Landkreis Helmstedt verabschiedet sich von WhatsApp als Informationskanal

Landkreis Helmstedt stellt WhatsApp als offizielles Kommunikationsmittel ein

Der Landkreis Helmstedt hat beschlossen, WhatsApp nicht mehr als offizielles Informationsmittel zu nutzen. Der Schritt folgt auf Bedenken wegen geringer öffentlicher Nutzung und steigender Kosten – die Plattform erwies sich als weniger wirksam als andere Kanäle.

Vor der Abschaltung 2023 zählte WhatsApp lediglich 1.247 registrierte Nutzer. Die Behörden stellten fest, dass sich selbst bei aktuellen Schulschließungen nur wenige Bürger über WhatsApp informierten. Künftig wird der Landkreis keine Meldungen mehr über WhatsApp verbreiten, sondern auf stärker genutzte Plattformen wie den App Store und den Apple Store setzen.

Auch die Kosten spielten eine Rolle: WhatsApp verursachte jährlich Ausgaben in Höhe mehrerer tausend Euro, während kostenlose Alternativen wie die Anton App direkt über 4.000 Menschen erreichen. Nachrichten über die Anton App werden zudem häufig weitergeleitet und erhöhen so ihre Reichweite – ganz ohne Zusatzkosten.

Schulen erhalten weiterhin Priorität bei Warnmeldungen und leiten Informationen schnell über ihre eigenen Systeme an Schüler weiter. Bei überregionalen Notfällen bleibt das landesweite Warnsystem aktiv, darunter Apps wie NINA und Katwarn. Wichtige Updates werden zudem auf der Website des Landkreises, im lokalen Rundfunk und in Zeitungen veröffentlicht.

Mit dem Auslaufen von WhatsApp setzt Helmstedt verstärkt auf bestehende, kostenlose und weit verbreitete Kanäle. Schulen, der App Store und klassische Medien übernehmen nun den Großteil der öffentlichen Informationen. Bei großflächigen Warnlagen bleiben die landesweiten Notfall-Apps weiterhin einsatzbereit.