Landkreistag warnt vor sozialer Not durch hohe Energiepreise in ländlichen Regionen
Leni SchulzLandkreistag warnt vor sozialer Not durch hohe Energiepreise in ländlichen Regionen
Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistags (DLT), hat die Bundesregierung aufgefordert, die Unterstützung für Haushalte zu verlängern, die mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen haben. Er warnte, dass ohne weitere Hilfen viele Menschen in ländlichen Regionen in schwere finanzielle Not geraten könnten, da die Kosten weiter steigen.
Brötel betonte, dass aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen nicht mit einem baldigen Rückgang der Energiepreise zu rechnen sei. Die Lage sei kritisch – besonders für diejenigen, die außerhalb der Städte lebten, wo längere Arbeitswege und höhere Spritkosten die Belastung zusätzlich verschärften.
Er forderte die Minister auf, schnell zu handeln, dabei aber die früheren Streitigkeiten innerhalb der Koalition über finanzielle Entlastungen zu vermeiden. Stattdessen schlug er pragmatische Lösungen vor, wie etwa einen Treibstoffrabatt oder eine erhöhte Pendlerpauschale, um die Hilfe gezielt dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Laut Brötel hänge ein fairer Lebensstandard in ganz Deutschland davon ab, die Kluft bei den Energiekosten zwischen städtischen und ländlichen Regionen zu schließen. Ohne gezielte Maßnahmen, so seine Argumentation, würden viele Haushalte auf dem Land kaum in der Lage sein, die steigenden Ausgaben zu bewältigen.
Der DLT-Präsident machte deutlich, dass zeitnahe Schritte unverzichtbar seien, um weitere Härten zu verhindern. Sein Appell umfasst sowohl kurzfristige Entlastungen als auch langfristige Anpassungen, um sicherzustellen, dass ländliche Gemeinden nicht abgehängt werden. Die Bundesregierung hat auf seine Vorschläge bisher noch nicht reagiert.






