Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg: CDU und Grüne vor schwieriger Koalitionsfrage nach AfD-Erfolg
Leni SchulzMüller-Chef ermutigt CDU zu Koalition mit AfD - Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg: CDU und Grüne vor schwieriger Koalitionsfrage nach AfD-Erfolg
Die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg hat die politische Landschaft in Aufruhr versetzt. Nach fünf Jahren schwarz-grüner Koalition errangen CDU und Grüne jeweils 56 Sitze, während die AfD mit 35 Mandaten zur drittstärksten Kraft aufstieg. Seitdem dominieren Verhandlungen über eine neue Regierungsbildung die Debatten – mit überraschenden Stimmen, die sich zu möglichen Bündnissen äußern.
Bei der Wahl am 8. März 2026 erreichten die Grünen 30,2 Prozent der Stimmen, knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent. Die AfD folgte mit 35 Sitzen, die SPD schaffte nur knapp den Einzug in den Landtag mit 10 Mandaten. Vor der Abstimmung hatten die Parteien über eine Fortsetzung der bestehenden schwarz-grünen Koalition nachgedacht. Doch nach der Wahl wurden die Gespräche wiederaufgenommen, da ein grün-rotes Bündnis mit nur einem Sitz an der Mehrheit scheiterte.
In diese Diskussion mischte sich nun Theo Müller ein, der Milliardär und Milchimperium-Chef, der sich immer wieder als politischer Kommentator zu Wort meldet. Er schlug vor, die CDU solle mit der Tradition brechen und eine Koalition – oder zumindest eine Tolerierung – mit der AfD eingehen. Müller lobte den AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier und behauptete, dessen Politik "mache Sinn". Die CDU solle sich nicht länger den Grünen unter Cem Özdemir unterordnen.
Müllers Verbindungen zur AfD reichen weiter zurück: Er traf sich bereits mit der Co-Vorsitzenden Alice Weidel, die er als "Freundin" bezeichnete. Sein Vorschlag einer schwarz-blauen Zusammenarbeit stellt einen radikalen Bruch mit der langjährigen Weigerung der CDU dar, mit der rechtspopulistischen Partei zusammenzuarbeiten.
Trotz innerparteilicher Widerstände hat Müllers Eingreifen den Druck auf die laufenden Verhandlungen erhöht. Die CDU steht nun vor der Wahl: am Bündnis mit den Grünen festhalten, eine instabile Minderheitsregierung anstreben oder einen umstrittenen Kurswechsel in Richtung AfD wagen.
Die Wahlergebnisse zwingen die Parteien in Baden-Württemberg zu schwierigen Verhandlungen. Ohne klare Mehrheit muss die CDU entscheiden, ob sie die Zusammenarbeit mit den Grünen fortsetzt oder unkonventionelle Optionen prüft. Müllers Forderung nach einer von der AfD gestützten Regierung bringt zusätzliche Unsicherheit in den Prozess.






