Lebenslänglich für brutalen Mord an Ex-Partnerin vor den Augen der Kinder
Noah JägerEx-Partner vor Kindern erstochen - lebenslange Haft - Lebenslänglich für brutalen Mord an Ex-Partnerin vor den Augen der Kinder
Ein Mann ist wegen des brutalen Mordes an seiner Ex-Partnerin vor den Augen ihrer fünf gemeinsamen Kinder zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Bluttat ereignete sich auf einem Parkplatz in Hagen, wo er die Frau mehrfach erstach, nachdem sie sich wegen seiner Drohungen unter Polizeischutz gestellt hatte.
Das Paar, das entfernter verwandt war, hatte sich Ende 2024 über TikTok kennengelernt und bereits nach drei bis vier Wochen in einer jesidischen Zeremonie geheiratet. Die Beziehung eskalierte schnell in Gewalt, woraufhin das Opfer nach einem heftigen Streit die gemeinsame Wohnung verließ. Zuvor hatte sie die Polizei über Todesdrohungen informiert und um ihr Leben gefürchtet.
An einem Samstagabend lauert der Angeklagte ihr auf dem Parkplatz auf. Trotz der verzweifelten Versuche ihres Sohnes, einzugreifen, erstach der Mann sie vor den Augen der Kinder, die zwar körperlich unverletzt blieben, aber schwer traumatisiert wurden. Die als "hilflose Zeugen" beschriebenen Kinder wurden später in die Obhut des Jugendamts gegeben.
Während des Prozesses bestätigte die Vorsitzende Richterin, dass der Angeklagte überzeugt war, seine Ex-Partnerin "habe den Tod verdient". Beweismaterial zeigte, dass er sich selbst Nachrichten geschickt hatte, in denen er schwor, nach der als Verrat empfundenen Trennung zum Mörder zu werden. Zwar wurde er zunächst in einer psychiatrischen Einrichtung begutachtet, später jedoch als voll schuldfähig eingestuft.
Die Staatsanwaltschaft bezeichnete den Mord als "beinahe beispiellos in seiner Grausamkeit" und forderte eine lebenslange Freiheitsstrafe mit Feststellung besonderer Schwere der Schuld. Das Gericht folgte dieser Forderung und begründete das Urteil damit, dass die Tat von Hass und niederen Beweggründen getrieben war.
Der Verurteilte muss die lebenslange Haftstrafe verbüßen. Die fünf Kinder des Opfers bleiben vorerst in der Betreuung der Jugendhilfe. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die extreme Gewalt, die einer kurzen, aber hochkonfliktbeladenen Beziehung folgte.






