Leroy Sané: Warum die Nationalmannschaft-Debatte um ihn eskaliert
Philipp HartmannLeroy Sané: Warum die Nationalmannschaft-Debatte um ihn eskaliert
In Deutschland wird die Diskussion um die Nationalmannschaft ungewöhnlich heftig um Leroy Sané geführt. Die Rolle des Flügelstürmers spaltet die Meinungen von Fans, Medien und ehemaligen Spielern. Seit seinem Wechsel in die türkische Liga hat die Kritik weiter zugenommen – manche behaupten sogar, damit habe seine Karriere in der Nationalelf ein Ende gefunden.
Dabei war Sané eine Schlüsselfigur in der deutschen WM-Qualifikation: Er traf zweimal und bereitete ein Tor in der entscheidenden Partie gegen die Slowakei vor. Doch seine Leistungen in der Türkei stehen unter scharfem Beobachtungsdruck.
Mannschaftskapitän Joshua Kimmich und Bundestrainer Julian Nagelsmann haben ihn öffentlich in Schutz genommen. Sie betonten seine Laufbereitschaft und defensiven Beiträge. Ex-Kapitän İlkay Gündoğan warnte, dass ständige Kritik einen kreativen Spieler wie Sané hemmen könne.
Auffällig ist, wie sehr Sané als Sündenbock herhalten muss. Selbst direkte Konkurrenten wie Jamie Leweling verzichteten in Pressekonferenzen auf negative Äußerungen über ihn. Nadiem Amiri, der mit einer Vorlage überzeugte, wurde hingegen nicht zu seinem eigenen Konkurrenzkampf mit Jamal Musiala befragt.
Die Debatte um Sanés Platz im Team geht weiter. Seine Verdienste halfen Deutschland, die WM-Teilnahme zu sichern. Doch seine Clubform und die öffentliche Kritik bleiben umstrittene Punkte.
