07 June 2026, 08:07

Lissabons CSD 2024: 50.000 feiern Widerstand gegen drohende LGBTI+-Rechte-Rückschritte

"Kein Schweigen, keine Angst": Etwa 50.000 Menschen marschieren in Lissabon für LGBTI-Rechte

Lissabons CSD 2024: 50.000 feiern Widerstand gegen drohende LGBTI+-Rechte-Rückschritte

Lissabon veranstaltete am Samstag seinen 27. CSD unter dem Motto „Kein Schweigen, keine Angst: Wir existieren und wir wehren uns“

Tausende zogen durch die Straßen der portugiesischen Hauptstadt, als am Samstag der 27. LGBTI+-Pride-Marsch stattfand. Um 17 Uhr startete der Umzug am Marquês-de-Pombal-Platz und vereinte Aktivist:innen, Familien und Unterstützer:innen in einem Zeichen der Solidarität. Die Veranstalter:innen warnten jedoch, dass jüngste politische Entwicklungen die hart erkämpften Rechte der Community bedrohen.

Rund 50.000 Menschen nahmen am diesjährigen Marsch teil, darunter 17 LGBTI+-, feministische und antirassistische Gruppen. Die Stimmung war geprägt von einer Mischung aus Feierlaune und Widerstandsgeist, während die Teilnehmenden weiter für Fortschritte bei der Gleichberechtigung kämpften. Helder Bértolo, einer der Organisatoren, prognostizierte für 2025 noch größere Teilnehmerzahlen – angesichts wachsender Besorgnis über Angriffe auf LGBTQI+-Rechte.

Das Pride-Organisationskomitee wies auf die Risiken hin, die vom aktuellen politischen Klima ausgehen. Besonders bedroht ist das Gesetz 38/2018, das die selbstbestimmte Geschlechtsidentität ermöglicht und nun möglicherweise zurückgenommen werden soll. Joana Mortágua von der Linksblock-Partei (Bloco de Esquerda) bezeichnete den Marsch als notwendige Antwort auf einen „Rückschritt bei den Rechten“.

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Der Abgeordnete Paulo Muacho von der Partei Livre rief die Bevölkerung dazu auf, an Pride-Veranstaltungen teilzunehmen, und verwies auf eine zunehmend radikalisierte Rechte, die LGBT-Personen gezielt angreife. Seine Worte unterstrichen die Kernbotschaft des Marsches: Der Widerstand gegen Diskriminierung bleibt dringender denn je.

Der CSD 2024 unterstrich den ungebrochenen Willen der Community, ihre Rechte zu verteidigen. Angesichts drohender rechtlicher Rückschritte und steigender politischer Spannungen betonten Organisator:innen und Teilnehmende die Notwendigkeit wachsamer Aufmerksamkeit. Für das nächste Jahr wird mit einer noch größeren Veranstaltung gerechnet – ein Zeichen für die bevorstehenden Herausforderungen, aber auch für die Solidarität all jener, die für Gleichberechtigung kämpfen.

Quelle