Lüneburg fördert demokratische Projekte mit 33.000 Euro gegen Extremismus
Leni SchulzLüneburg fördert demokratische Projekte mit 33.000 Euro gegen Extremismus
Landkreis Lüneburg startet neue Initiative zur Stärkung demokratischer Werte und bürgerschaftlichen Engagements
Die Lokale Partnerschaft für Demokratie fördert regionale Projekte, Bildungsprogramme und Basisinitiativen, die ein respektvolles Miteinander fördern und rechtsextremen Tendenzen entgegenwirken. Insgesamt stehen 33.000 Euro für förderfähige Vorhaben zur Verfügung – Bewerbungen sind bis zum 8. April 2026 möglich.
Das Projekt ist Teil des Bundesprogramms "Lebendige Demokratie!" und wird in Kooperation mit der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung umgesetzt. Dominique Haas und Dominique Hippeli von der Kreisverwaltung Lüneburg zeichnen für die Initiative verantwortlich. Gefördert werden unter anderem Schulworkshops, öffentliche Dialogveranstaltungen und lokale Gruppen, die sich gegen Diskriminierung einsetzen.
Ähnliche Partnerschaften gibt es bereits in anderen Regionen. In Ribnitz-Damgarten unterstützt das Bündnis für Demokratie seit Anfang 2025 Nachbarschaftsaktionen, Begegnungsfeste und Jugendformate. In Sankt Augustin gestalteten junge Menschen im Februar 2025 im Rahmen des Kunstprojekts "Aktiv für Demokratie" Papiertüten, um demokratische Werte zu verbreiten. Heidelbergs "Runder Tisch gegen Rassismus" erhielt 2026 140.000 Euro für Initiativen wie den Black History Month und Gedenkveranstaltungen für Hanau. Die "Partnerschaft für Demokratie" in Gelsenkirchen organisierte innerhalb von zwei Wochen 45 Antirassismus-Aktionen – von Workshops bis hin zu Ramadan-Festen.
Nichtregierungsorganisationen können ab sofort ihre Projektvorschläge über das Online-Formular unter www.unserewebsite/demokratie-leben einreichen. Ziel der Initiative ist es, eine inklusivere und lebendigere Demokratiekultur in der Region Lüneburg zu schaffen.
Die Lokale Partnerschaft für Demokratie bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ihre Gemeinde durch geförderte Projekte mitzugestalten. Erfolgreiche Antragsteller erhalten Unterstützung für Vorhaben, die Vielfalt stärken, Extremismus vorbeugen und die gesellschaftliche Teilhabe fördern. Einsendeschluss ist der 8. April 2026.