04 January 2026, 00:09

Maduro in New York vor Gericht: Festnahme löst Proteste in Deutschland aus

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Straße protestieren und Plakate halten, mit Gebäuden, Bäumen und Laternen im Hintergrund unter einem klaren Himmel.

Demonstration in Hamburg - "USA aus Venezuela raus" - Maduro in New York vor Gericht: Festnahme löst Proteste in Deutschland aus

Die USA haben den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro nach einer Razzia in Venezuela in den frühen Morgenstunden des Samstags festgenommen. Er und seine Frau wurden aus dem Land gebracht und sollen nun vor einem Gericht in New York vor Gericht gestellt werden. Die Aktion hat bereits Proteste in Deutschland ausgelöst, weitere Demonstrationen sind für das Wochenende geplant.

US-Streitkräfte führten vor Tagesanbruch am Samstag Angriffe auf Ziele in Venezuela durch. Bei der Operation wurden Maduro und seine Frau festgenommen und umgehend aus dem Land ausgeflogen. Generalstaatsanwältin Pamela Bondi bestätigte später, dass Maduro bereits am 3. Januar 2026 vom Bundesgericht im Südbezirk von New York angeklagt worden war. Die Vorwürfe umfassen Verschwörung zum Narkoterrorismus, Kokainschmuggel und den Besitz illegaler Schusswaffen. New York wurde als Verhandlungsort gewählt, da US-Bundesgerichte internationale Fälle bearbeiten, in denen schwere Straftaten Auswirkungen auf das Land haben – selbst wenn sie im Ausland begangen wurden.

Als Reaktion auf die Nachricht versammelten sich am Samstag etwa 300 Demonstranten in Hamburg. Die meisten gehörten linksextremen Gruppen an und zogen trotz Schnee und eisiger Temperaturen durch die Innenstadt. Plakate mit Aufschriften wie "USA raus aus Venezuela" und "Venezuela geht uns alle an" wurden hochgehalten. Die Kundgebung verlief friedlich, es gab keine Berichte über Auseinandersetzungen.

Für Sonntag sind weitere Proteste in Hamburg und Kiel geplant. Die Organisatoren haben bisher keine Angaben zu der erwarteten Teilnehmerzahl oder den genauen Routen gemacht.

Maduro muss sich nun in New York wegen mehrerer schwerwiegender Vorwürfe vor Gericht verantworten. Die US-Operation hat bereits internationale Reaktionen ausgelöst, darunter die Proteste in Deutschland. Mit Fortschreiten des Verfahrens sind weitere Demonstrationen zu erwarten.