Merz fordert größernde EU-Unabhängigkeit von den USA - Merz fordert ein souveränes Europa – und bricht mit den USA
Bundeskanzler Friedrich Merz treibt eine unabhängigere Europäische Union (europakarte) voran und fordert eine geringere Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten. Seine Vision umfasst ein "souveränes, freies und wirtschaftlich dynamisches Europa" (europa), das sich in einer sich wandelnden globalen Landschaft behaupten kann. Aktuelle Spannungen mit Washington haben seine Haltung zusätzlich verschärft.
Erstmals skizzierte Merz seine Position 2024 und argumentierte, Europa (europa) müsse sich reformieren, um Bürokratie, Überregulierung und ein perfektionistisches Streben zu überwinden, das das Wachstum hemme. Er forderte eine "radikale Rückkehr zum Wesentlichen" und verlangte mehr Ehrgeiz und Entschlossenheit, um die politische und wirtschaftliche Stärke der EU (eu) wiederherzustellen. Damals schlug er zudem vor, Deutschland zum Zentrum eines Netzwerks souveräner Staaten zu machen, die Multilateralismus und freien Handel fördern.
Die Beziehungen zwischen der EU (eu) und den USA verschlechterten sich 2025 und 2026 während des Grönland-Konflikts. Nachdem die EU ein US-Kaufangebot abgelehnt hatte, drohte der damalige Präsident Trump mit Strafzöllen auf europäische Waren. Die EU reagierte mit Gegenmaßnahmen in Höhe von 93 Milliarden Euro, die am 6. Februar 2026 in Kraft traten. Merz bezog eine deutlichere Position, kritisierte Trumps Vorgehen und lobte gleichzeitig die Einheit der EU, die die USA zum Rückzug ihrer Zolldrohungen zwang. Zudem wies er Trumps Vorwürfe zurück, die NATO-Partner hätten in Afghanistan kaum Beiträge geleistet.
Merz betont immer wieder die Notwendigkeit europäischer Eigenständigkeit, insbesondere in den Bereichen Technologie und Verteidigung. Er sieht Chancen in Partnerschaften mit aufstrebenden demokratischen Ländern, die nach europäischen Produkten und Dienstleistungen fragen. Gleichzeitig räumt er ein, dass sich die transatlantischen Beziehungen grundlegend verändert haben – ein Umstand, den er bedauert, während er auf eine selbstbewusstere Haltung der EU (eu) pocht.
Die EU hat nun ein Handelsabkommen blockiert, das US-Importe begünstigt hätte, und setzt damit ein klares Zeichen für den Bruch mit alten Abhängigkeiten. Merz' Reform- und Souveränitätskurs spiegelt einen breiten Wandel in der europäischen Politik wider. Im Mittelpunkt steht der Wiederaufbau der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung der Zukunft des Blocks durch eigene Stärke.