07 April 2026, 06:08

Möglicher Vergleich im Erfurt-Skandal: Ex-Beamter und Stadt verhandeln über sechsstellige Summe

Altes Buch mit dem Titel "Berichte über ausgewählte Fälle in den Gerichten von Westminster-Hall sowie die Meinung von John Lord Fortescue" aufgeschlagen

Möglicher Vergleich im Erfurt-Skandal: Ex-Beamter und Stadt verhandeln über sechsstellige Summe

In dem langjährigen Rechtsstreit zwischen der Stadt Erfurt und dem ehemaligen Beamten Guy Montavon zeichnet sich eine mögliche außergerichtliche Einigung ab. Im Mittelpunkt des Falls steht seine Entlassung vor über zwei Jahren, die auf Vorwürfe wegen Machtmissbrauchs und sexueller Fehlverhalten folgte – keine der Anschuldigungen wurde jedoch gerichtlich bewiesen. Beide Seiten haben nun Vergleichsgespräche aufgenommen, um weitere juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Montavon war Anfang 2022 fristlos entlassen worden, nachdem die Stadt ihm schwerwiegendes Fehlverhalten vorgeworfen hatte. Obwohl die Vorwürfe nie rechtlich bestätigt wurden, führte dies zu einem zähen Rechtsstreit. Mitte März brachten Schlichtungsverhandlungen beide Parteien an den Verhandlungstisch, um eine finanzielle Lösung zu erörtern.

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Es wurde ein Vergleichsvorschlag im mittleren sechsstelligen Bereich unterbreitet. Der Großteil dieser Summe soll ausstehende Gehaltszahlungen aus der Zeit nach seiner Entlassung abdecken. Der verbleibende Betrag dürfte eine Abfindung darstellen.

Obwohl sich die Parteien zunächst auf grundsätzliche Bedingungen einigen konnten, stockten die Verhandlungen, als Montavon eine zusätzliche Forderung einbrachte. Falls die noch offenen Punkte geklärt werden, könnte die Einigung bereits im Mai unterzeichnet werden. Scheitern die Gespräche, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt. Montavon hat signalisiert, dass er seine Klage auf Wiedereinsetzung fallen lassen könnte, sollte eine Einigung zustande kommen.

Das Ergebnis hängt nun davon ab, ob beide Seiten ihre Differenzen in den kommenden Wochen beilegen können. Gelingt dies, würde die Vereinbarung einen Schlussstrich unter einen Konflikt ziehen, der seit 2022 schwelt. Kommt es zu keiner Lösung, setzt sich das Gerichtsverfahren im Herbst fort – und die Unsicherheit für alle Beteiligten verlängert sich.

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