14 November 2025, 20:08

Moldawien stärkt Umweltkooperation mit Deutschland trotz Energiekrise

Eine Szene mit Gebäuden, Fenstern, grünen Kleidungsstücken, Geschäften, Schildern und umgebenden Bäumen und Pflanzen.

Moldawien stärkt Umweltkooperation mit Deutschland trotz Energiekrise

Die Republik Moldawien wurde diesen Sommer in das Stipendienprogramm für Mittel- und Osteuropa (CEE) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) aufgenommen – ein wichtiger Schritt in der Umweltzusammenarbeit mit Deutschland. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund politischer Spannungen durch Russlands Aggression in der Ukraine, während Moldawien stark von russischem Erdgas abhängig bleibt.

Die DBU, eine deutsche Bundesstiftung, engagiert sich sowohl national als auch international, etwa durch das CEE-Stipendienprogramm und direkte Projektförderungen. Die Aufnahme Moldawiens in das Programm unterstreicht das gemeinsame Engagement für ökologische Kooperationen.

Bereits im vergangenen Herbst besuchte die DBU eine Umweltaktivistin in Moldawien, deren Identität jedoch nicht bekannt wurde. Der Besuch diente vermutlich der Förderung lokaler Umweltinitiativen und dem Wissensaustausch.

Die DBU unterstützt zudem einen praktischen Leitfaden zur CSRD-Berichterstattung, der von der Michael-Otto-Stiftung für Umweltschutz entwickelt wurde. Dieser Leitfaden vereinfacht messbare und vergleichbare Biodiversitätskriterien für Unternehmen und fördert so nachhaltiges Wirtschaften.

Darüber hinaus strebt die DBU an, Know-how im Bau von Biogasanlagen in Moldawien zu transferieren. Das Vorhaben zielt auf ein innovatives Bürgerenergiemodell ab, das die Demokratie stärkt und die Abhängigkeit von russischem Gas verringert.

Der Reinhard-Mohn-Preis, der im Theater Gütersloh verliehen wird, ehrt Persönlichkeiten, deren Arbeit im Einklang mit den Zielen der DBU steht. Zu den Preisträgern zählt der Unternehmer und Stiftungsgründer Prof. Dr. Michael Otto, der verkörpert, dass Wirtschaft und Klimaschutz Hand in Hand gehen müssen. Bemerkenswert ist, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Preis für 2025 sowohl an Otto als auch an die moldauische Präsidentin Maia Sandu vergibt – ein Zeichen für die wachsende bilaterale Zusammenarbeit.

Die Aufnahme Moldawiens in das DBU-Stipendienprogramm und der Transfer von Biogas-Know-how zeigen Deutschlands Engagement für die Umwelt- und Energienachhaltigkeit des Landes. Angesichts der Bemühungen Moldawiens, sich von russischem Gas zu lösen, bieten diese Initiativen vielversprechende Ansätze für Kooperation und Fortschritt.