Mönchengladbachs Energiebericht 2024: Stabile Verbräuche, aber explodierende Kosten
Philipp HartmannMönchengladbachs Energiebericht 2024: Stabile Verbräuche, aber explodierende Kosten
Mönchengladbach legt aktuellen Energiebericht 2024 vor: Stabiler Verbrauch, aber stark gestiegene Kosten
Mönchengladbach hat seinen jüngsten Energiebericht für das Jahr 2024 veröffentlicht, der einen stabilen, aber kostspieligen Energieverbrauch in städtischen Gebäuden zeigt. Die Stadt gab im vergangenen Jahr 10,7 Millionen Euro für Energie aus – 53 Prozent mehr als 2023 –, obwohl sich der Gesamtverbrauch kaum verändert hat. Nun sind neue Maßnahmen geplant, um in den nächsten vier Jahren die Kosten und Emissionen zu senken.
Der Strom- und Gasverbrauch in den städtischen Liegenschaften blieb 2024 nahezu konstant. Die Gebäude verbrauchten 13,32 Millionen Kilowattstunden Strom, während der Erdgasverbrauch bei 50,4 Millionen Kilowattstunden lag. Der Verbrauch an Heizöl stieg jedoch auf 6 Millionen Kilowattstunden, nachdem 2022 Reserven aufgebaut worden waren. Schulen waren mit Abstand die größten Energieverbraucher: Sie machten 49 Prozent des Strom- und 62,5 Prozent des Gasverbrauchs aus.
Auch der CO₂-Fußabdruck der kommunalen Gebäude blieb mit 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten stabil. Um den Kostenanstieg zu begegnen, hat die Stadtverwaltung die Teams für Energiemonitoring und Gebäudeautomation verstärkt. Eine kürzlich durchgeführte Modernisierung der Beleuchtung, die 850.000 Euro kostete und zur Hälfte aus Bundesmitteln gefördert wurde, markiert einen ersten Schritt hin zu mehr Effizienz.
Für die Jahre 2026 bis 2028 sind weitere Maßnahmen vorgesehen, darunter die Modernisierung von Heizungsanlagen und die Installation von Solaranlagen. Alte Stromzähler sollen durch digitale Modelle ersetzt werden, während Wasser- und Wärmezähler in eine zentrale Datenplattform eingebunden werden. Diese Veränderungen zielen darauf ab, langfristig die Ausgaben zu reduzieren und die Emissionen zu senken.
Der Bericht unterstreicht sowohl die Herausforderungen als auch die geplanten Anstrengungen, den Energieverbrauch in Mönchengladbach besser zu steuern. Angesichts stark gestiegener Kosten bei stabiler Verbrauchsmenge setzt die Stadt nun auf Modernisierungen und ein verbessertes Monitoring. In den kommenden Jahren sollen neue Technologien und Infrastrukturprojekte eingeführt werden, um Verschwendung und Kosten zu verringern.






