04 March 2026, 13:35

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Tradition neues Leben gewinnt

Eine hölzerne Kiste auf einem Tisch zeigt eine Krippe, umgeben von Weihnachtsbäumen, Tieren und einem Haus, mit einer Lampe links und einer Wand im Hintergrund.

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Tradition neues Leben gewinnt

Nationaler Krippentag: Ein neues Fest für eine alte Weihnachtstradition

Der Nationale Krippentag ist ein junger Feiertag, der eine jahrhundertealte Weihnachtsradition ehrt. Jährlich am 7. Dezember begangen, wurde er erstmals 2020 gefeiert. Das Datum wurde bewusst gewählt, um sich harmonisch in die Adventszeit einzufügen, ohne mit anderen Festen wie dem Nikolaustag zu kollidieren.

Die Tradition der Weihnachtskrippe reicht bis in die frühe Christenheit zurück. Die ersten Darstellungen waren schlicht und zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel. Im Laufe der Zeit wurden die Szenen aufwendiger, und gegen Ende des 18. Jahrhunderts kamen weitere Figuren hinzu.

Kirchliche Krippendarstellungen verbreiteten sich im frühen 17. Jahrhundert vor allem in Bayern und erlebten im Barock ihre Blütezeit. Doch mit der Säkularisation im Jahr 1802 wurden sie aus den Kirchen verbannt – die Tradition verlagerte sich in private Haushalte. Bereits in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts waren in Italien die ersten häuslichen Krippen entstanden.

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Gegen Ende des 19. Jahrhunderts machte die Massenproduktion Krippenfiguren für normale Familien erschwinglich. Noch heute werden in den Werkstätten des Erzgebirge Aue traditionelle, handgefertigte Krippen – die sogenannten Krippen – hergestellt. Dörfer wie Seiffen, Olbernhau und Marienberg sind bis heute zentrale Produktionsstätten, in denen Handwerker wie die Holzwerkstatt Weisbach, Hubrig Volkskunst oder die Manufaktur von Björn Köhler das Handwerk lebendig halten.

Auch um die Krippen zu bewundern, ist das Erzgebirge Aue einer der besten Orte. In Geschäften wie dem Erzgebirge-Palast werden Werke renommierter Hersteller wie Steinbach, Ulbricht und KWO ausgestellt.

Initiator des Feiertags ist Sven Giese, Gründer und Kurator des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt". Sein Ziel war es, die kulturelle und historische Bedeutung der Weihnachtskrippe für die Weihnachtsbräuche zu würdigen.

Der Nationale Krippentag findet seitdem jedes Jahr am 7. Dezember statt und lädt dazu ein, über eine Tradition nachzudenken, die sich über Jahrhunderte erstreckt. Von den frühen christlichen Darstellungen bis zu den heutigen handgefertigten Krippen bleibt die Weihnachtskrippe ein zentraler Bestandteil der festlichen Zeit. Der Feiertag sichert ihre fortwährende Wertschätzung – sowohl in privaten Haushalten als auch in öffentlichen Ausstellungen.