Neue Initiative GeKo Rhein Wupper jagt organisierte Kriminalität und Sozialbetrug
Philipp HartmannNeue Initiative GeKo Rhein Wupper jagt organisierte Kriminalität und Sozialbetrug
Neue Initiative GeKo Rhein Wupper startet gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug
Eine neue Initiative mit dem Namen GeKo Rhein Wupper hat ihre Arbeit aufgenommen, um organisierte Kriminalität und Sozialleistungsbetrug in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens zu bekämpfen. Die zentrale Koordinierungsstelle mit Sitz in Wuppertal nahm vergangene Woche ihren Betrieb auf und wird vom Innenministerium des Landes finanziert. Ziel des Projekts ist es, die Zusammenarbeit zwischen Behörden zu verbessern und die Widerstandsfähigkeit gegen kriminelle Machenschaften zu stärken.
An der Initiative beteiligen sich zunächst zwölf Städte: Bergisch Gladbach, Burscheid, Hückeswagen, Leichlingen, Leverkusen, Odenthal, Radevormwald, Remscheid, Solingen, Velbert, Wermelskirchen und Wuppertal. Weitere benachbarte Kommunen wie Haan, Langenberg, Mettmann oder Ratingen könnten in Zukunft hinzukommen. Im Fokus stehen organisierte Kriminalität, Betrugsdelikte sowie illegale Wohnpraktiken.
Bei einer kürzlichen gemeinsamen Aktion in Langenfeld, geleitet von Oliver Konsierke, wurden betrügerische Meldepraktiken aufgedeckt. Die Ermittler stießen in Reusrath auf zwölf Scheinwohnsitze, die auf EU-Bürger aus Osteuropa registriert waren, die dort jedoch nie gelebt hatten. Die Betroffenen werden nun abgemeldet.
Außerdem gab es Verdachtsmomente bei einer dritten Adresse in Langenfeld, wo Scheinanmeldungen möglicherweise genutzt wurden, um Einwanderungsbestimmungen zu umgehen. Ein weiterer Fall in Richrath betraf eine erfundene Vaterschaftsangabe im Zusammenhang mit Aufenthaltstiteln, die schließlich zur offiziellen Abmeldung führte.
Die Behörden identifizierten zudem sieben Personen mit unklarem Aufenthaltsstatus, die im Verdacht stehen, Schwarzarbeit zu leisten und nicht angemeldete Gewerbebetriebe zu führen. Darüber hinaus registrierte Langenfeld ungewöhnliche Immobilienkäufe – etwa große Gebäude, die von Personen erworben wurden, deren angegebenes Einkommen nicht zu den Investitionen passt. Auch ungenehmigte Nutzungsänderungen von Immobilien und Verstöße gegen das Wohnraumstärkungsgesetz wurden festgestellt.
Die Initiative GeKo Rhein Wupper wird die länderübergreifende Zusammenarbeit und den Datenaustausch weiter ausbauen. Durch die Bekämpfung von Betrug, illegalen Wohnverhältnissen und Schwarzarbeit soll das Projekt kriminelle Netzwerke zerschlagen. Die zwölf beteiligten Städte werden eng zusammenarbeiten, um Regelverstöße konsequent zu ahnden und weiteren Missbrauch zu verhindern.






