Neues Gebäudeenergiegesetz: Wärmepumpen bleiben gefördert – Gas- und Ölheizungen müssen umstellen
Philipp HartmannFörderung bis 2029 - Wärmpumpenhersteller freut sich über neues Gesetz - Neues Gebäudeenergiegesetz: Wärmepumpen bleiben gefördert – Gas- und Ölheizungen müssen umstellen
Deutschland hat die große Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) finalisiert und damit lang ersehnte Klarheit in die Heizungsvorschriften gebracht. Die Neuregelung bestätigt die Fortführung von Fördergeldern für Wärmepumpen mindestens bis 2029 und führt gleichzeitig neue Bestimmungen für Öl- und Gasheizungen ein. Branchenvertreter begrüßen die Änderungen, warnen jedoch vor bürokratischen Hürden in der Umsetzung.
Das überarbeitete Gesetz, das nun unter dem Namen Gebäudemodernisierungsgesetz firmiert, behält die Förderung für Wärmepumpen bei – ein zentrales Wahlkampfversprechen der Union wird damit eingelöst. Bestehende Öl- und Gasheizkessel bleiben von den neuen Regelungen ausgenommen, doch ab dem 1. Januar 2029 müssen neu installierte Anlagen schrittweise auf CO₂-neutrale Brennstoffe umstellen. Die sogenannte Bio-Treppe (Biokraftstoff-Stufenplan) beginnt 2029 mit einem Anteil von 10 Prozent, wobei die strengeren Vorgaben nach §71 Absatz 9 GEG bereits 15 Prozent bis 2029, 30 Prozent bis 2035 und 60 Prozent bis 2040 vorsehen. Neue Öl- und Gasheizungen bleiben zwar zulässig, jedoch nur unter Einhaltung der steigenden Biokraftstoff-Quoten – und ohne staatliche Förderung.
Der Wärmepumpenhersteller Stiebel Eltron lobte die Reform als notwendigen Schritt zur Markstabilisierung. Unternehmenschef Kai Schiefebein mahnte jedoch, die Antragsverfahren für Fördermittel zu vereinfachen, um bürokratische Verzögerungen zu vermeiden. Zudem forderte er Subventionen, die europäische Hersteller stärken, und warnte vor einem "Frontalangriff" chinesischer Konkurrenten im Wärmepumpensektor.
Die Ankündigung der Reform hat zu einem deutlichen Nachfrageschub bei Wärmepumpen geführt, da Verbraucher die aktuellen Förderbedingungen nutzen wollen, bevor mögliche Anpassungen greifen. Dieser kurzfristige Boom wirkt wie ein Konjunkturimpuls, doch die langfristigen Auswirkungen hängen davon ab, wie reibungslos die neuen Regelungen umgesetzt werden.
Die Reform sichert die Wärmepumpen-Förderung bis 2029 und führt schrittweise Biokraftstoff-Pflichten für neue Öl- und Gasheizungen ein. Hersteller und Politiker müssen nun sicherstellen, dass der Übergang effizient verläuft, um Marktturbulenzen zu vermeiden. Die Änderungen treten stufenweise in Kraft, wobei die ersten Biokraftstoff-Quoten ab 2029 gelten.






