17 March 2026, 02:07

Niederländische Versandapotheke für seltene Erkrankungen verdoppelt Umsatz auf 245 Millionen Euro

Eine Sammlung alter Visitenkarten mit Texten im Zusammenhang mit Columella edentula, einem niederländischen Medikament, und ein kleines Papier mit einem Barcode.

Niederländische Versandapotheke für seltene Erkrankungen verdoppelt Umsatz auf 245 Millionen Euro

Niederländische Versandapotheke für seltene Erkrankungen verzeichnet rasantes Wachstum

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Die auf seltene Krankheiten spezialisierte niederländische Versandapotheke International Specialty Pharmacy Rare & Orphan Diseases (ISP) mit Sitz in Heerlen hat in den vergangenen Jahren einen deutlichen Aufschwung erlebt. Im Jahr 2024 verdoppelte das Unternehmen seinen Umsatz nahezu auf 245 Millionen Euro. ISP gehört zur Schweizer United Healthcare Partners (UHP)-Gruppe, die sich auf patientenzentrierte Versorgung in ganz Europa konzentriert.

Der Hauptstandort von ISP befindet sich in Maastricht, wo das Unternehmen einen Reinraum anmietet, um sterile medizinische Lösungen herzustellen. UHP, mit Hauptsitz in Baar in der Schweiz, bietet umfassende Versorgungsleistungen für Patienten mit seltenen Erkrankungen an. Mit einem Team von 600 Fachkräften im Gesundheitswesen betreut das Unternehmen jährlich über 5.000 Patienten.

Pro Jahr führt ISP etwa 42.000 Infusionen durch und liefert rund 100.000 Produkte aus. Zudem erhalten Patienten Schulungen – allein 15.000 Sitzungen jährlich widmet UHP der Anleitung zur Selbstverabreichung von Medikamenten. Allerdings können Hausbesuche von Pflegekräften in Deutschland nur über die Häusliche Krankenpflege-Richtlinie abgerechnet werden, sofern es sich um verordnungsfähige Behandlungen handelt.

Ein Schwerpunkt von ISP liegt auf Enzymersatztherapien, deren Kosten pro Patient und Jahr bis zu 1,5 Millionen Euro betragen können. Trotz der hohen Preise bleiben die Gewinnmargen überschaubar. Das Wachstum des Unternehmens fällt in eine Phase der Expansion des deutschen Versandapothekenmarktes, wo der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten voraussichtlich 2025 die Marke von einer Milliarde Euro überschreiten wird.

Marktführer ist die Shop Apotheke, die etwa die Hälfte dieses Umsatzes generiert. Es folgen DocMorris mit 250 Millionen Euro und ISP mit einem Beitrag zwischen 200 und 300 Millionen Euro.

Der starke Umsatzanstieg von ISP unterstreicht seine führende Position im Bereich seltener Erkrankungen. Die Expansion des Unternehmens spiegelt den allgemeinen Wachstumstrend im europäischen Versandapothekensektor wider. Mit hochpreisigen Therapien und einer großen Patientengruppe bleibt UHP ein zentraler Akteur in der spezialisierten Gesundheitsversorgung.

Quelle